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15. November 2022

Dämpfer in Sachen Sägewerksgelände und Hallenbadsanierung

Remchinger Doppelhaushalt beinhaltet trotz Krisen geballtes Investitionsprogramm


Mit einem für Remchinger Verhältnisse erwartungsgemäß geballten Investitionsprogramm von insgesamt 18,7 Millionen Euro in den Jahren 2023 und 2024 brachte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon am Donnerstagabend den neuen Doppelhaushalt in den Gemeinderat ein. Neben zwingend erforderlichen Maßnahmen legt die Gemeinde dabei den Schwerpunkt vor allem auf die Bereiche Bildung und Soziales: So gehören der Kinder- und Jugendcampus in Wilferdingen (Raten in Höhe von fünf Millionen Euro), die geplante Wohnanlage für Flüchtlinge in Nöttingen (1,4 Millionen Euro), ein möglicher Neubau der Singener Kernzeitbetreuung (1,5 Millionen Euro) und die Digitalisierung an Schulen (1,3 Millionen Euro) sowie Radwege (eine Million Euro), die Rettungswache in den Stockwiesen, aber auch Kanalsanierungen, Grundstückserwerb, Brandschutz, die Freiwillige Feuerwehr und die Altenheimerweiterung zu den Investitionsschwerpunkten.

Ohne Steuererhöhung und Neuverschuldung präsentiert sich das über 300-seitige Zahlenwerk fast so, als würde die Gemeinde alle Krisen rosig rumschippern. Doch mitnichten, wie Prayon mit zwei herben Dämpfern belegte. Komplett gestrichen sei einerseits der schon im letzten Doppelhaushalt mit mehreren Millionen Euro veranschlagte, nach jahrelangen Verhandlungen euphorisch erhoffte Erwerb des alten Singener Sägewerksgeländes: „Das wurmt mich ganz persönlich, aber wird mir wahrscheinlich nicht mehr gelingen“, stellte Prayon weniger mit Blick auf die dafür reservierten Mittel, sondern vielmehr auf die Verhandlungen mit den Eigentümern fest, „Wir haben goldene Brücken gebaut, aber sie werden nicht überschritten. Die Türen stehen trotzdem weiter offen, auch für eine eigene Erschließung.“

Bangen heißt es derweil auch beim maroden Singener Hallenbad, dessen Sanierungskosten immer weiter durch die Decke gehen und bei der letzten Kostenschätzung über fünf Millionen Euro lagen. Die Hälfte davon hat die Gemeinde bereits in die Pipeline gestellt – bei der anderen Hälfte hoffte sie auch nach mehreren Anläufen vergeblich auf eine Berücksichtigung im entsprechenden Zuschussprogramm des Bundes: „Nach allem, was wir hören, sind wir dieses Jahr wieder nicht dabei – und müssen uns damit auseinandersetzen, dass das Hallenbad über diese Saison hinaus möglicherweise nicht weiter betrieben wird“, verkündete Prayon die Hiobsbotschaft, „Wir hoffen weiter auf einen Zuschuss oder andere Umstände, aber können am Ende keine sechs Millionen Euro selbst in die Hand nehmen.“ Schüler und Schwimmkurse hätten im Falle einer tatsächlichen Schließung dann Priorität bei der Freibadnutzung. FWV-Gemeinderat Markus Gartner, der für die DLRG-Schwimmkurse schon jetzt seitenweise Wartelisten verzeichnet, klappte enttäuscht sein Tablet zu. In zwei Wochen haben die Räte Gelegenheit, den Haushalt zu diskutieren: „Aber für Wünsche und Schnörkel ist aktuell kein Platz“, nahm Prayon vorweg.

Eklatante Herausforderungen würden nicht nur die Gemeinden, sondern auch den Kreis und das Land beschäftigen. Dabei denke Prayon einerseits an den Naturschutz und das gebotene Haushalten mit Ressourcen, andererseits an die im Zuge der Energiekrise deutlich gestiegene Kreisumlage, vor allem aber an den gesellschaftlichen Wandel: „Wenn nur noch in 56 Prozent der baden-württembergischen Haushalte Deutsch die Hauptsprache ist, sind wir zwar ein buntes Land – erleben aber auch täglich die damit einhergehenden Probleme, angefangen bei den Kindergärten und Schulen bis hin zum Arbeitsmarkt mit vielen unbesetzten Stellen.“ Die großen Flüchtlingsströme kämen noch dazu. Dabei sei eine völlig ideologiefreie Betrachtung geboten: „Aber die Probleme steigen uns, dem Kreis und dem Land über den Kopf. Wir müssen sparen und schauen, was zwingend notwendig ist.“

jza

Bei über fünf Millionen Euro liegen derzeit die Kosten für die Hallenbadsanierung und der darüberliegenden Turnhalle. Wenn es nicht zu einem Bundeszuschuss kommt, könnte das das vorübergehende Aus der für den Schwimmunterricht wichtigen Einrichtung bedeuten. Archivfoto: Zachmann

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Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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