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20. Juli 2020

Abrocken auf Abstand und mit Mundschutz

Fans feiern „No Playback Festival“ in der Remchinger Kulturhalle und im Livestream.


Wer dachte, dass sich ausgelassener Heavy Metal und mitgrölendes Abfeiern unterm Mund-Nasen-Schutz von festen Plätzen aus kategorisch ausschließen, erlebte am Samstagabend in der Kulturhalle eine Überraschung: Den Auftritt der drei regionalen Bands „Alle Hackbar“ aus Besenfeld im Schwarzwald, „Gefrierbrand“ aus Pforzheim und „Sons of Sounds“ aus Waldbronn feierten rund 60 (von maximal 200 gemäß Hygienekonzept möglichen) Zuschauer vor Ort, während im Laufe des Abends weit über 500 den nach wie vor verfügbaren Livestream auf dem Youtube-Kanal der Kulturhalle verfolgten.

Die Finger gehen hoch in die Luft, als ein Bandmitglied von „Alle Hackbar“ mit Totenkopfmaske und lautstarker Kettensäge die Bühne frei macht für Frontmann „Pille“, Gitarrist Harry Drummer Jan, denen die Freude am Spielen ins Gesicht geschrieben steht: „Geil, wieder auf der Bühne zu stehen“, ruft „Pille“ und köpft eine Bierflasche. „Endlich wieder Livemusik!“, freuen sich auch die Besucher Andreas Wälde und Michael Ehnis, die sich aus dem Schwarzwald auf den Weg gemacht haben, um auf Abstand in die Nacht zu feiern und „nach der ganzen Ruhepause endlich wieder eine Band live zu erleben“. Schließlich kennen sie und alle anderen treuen Fans des „No Playback Festivals“ den Unterschied zwischen Tonaufnahme und Live-Performance erst recht.

„Viel zu oft habe ich auf Metal-Konzerten ein Playback gehört, die Bands haben sich auf der Bühne angehört wie auf der CD“, bringt es der 35-Jährige Matthias Häcker auf den Punkt, „Playback passiert euch hier nicht, darum sind wir hier!“ 2015 hatte der Pforzheimer, der alle engagierten Bands persönlich kennt, klein angefangen – im März 2020 hätte er eigentlich die dritte Auflage des „No Playback Festivals“ in Durlach gestartet. „Ein großes musikalisches Geburtstagsfest“, wie er selbst sagt, mit sieben internationalen Bands unter anderem aus den USA, Schweden und Frankreich und Hunderten bereits im Vorfeld verkauften Karten.

Doch dann kam Corona – und die Kooperation mit der Kulturhalle, wo nach diesem kleinen Vorgeschmack das große Festival 2021 stattfinden soll. Groß ist die Freude zwischen Mischpult und Scheinwerfer auch bei Kulturamtsleiter Paul Taube – schließlich ist die zweite offene Veranstaltung nach der Corona-Pause, in der das Team mit Autokino und Live-Streams nichts unversucht ließ, ein Testlauf für neun vielfältige Veranstaltungen, die im September und Oktober die kulturelle Grundversorgung sichern sollen. Weiterhin dabei: Die Möglichkeit zum Livestream mit oft freiwilligen „Spendentickets“, die direkt den Künstlern zugutekommen.

„Denn die für die Halle verkauften Tickets reichen, wenn überhaupt, gerade aus, um die Unkosten der Veranstalter und Technik zu decken“, betont Taube und schätzt die Spielfreude vieler Künstler, zu denen an diesem Abend auch Bassist Ingo Pfisterer und Gitarrist „Frosch“ der Pforzheimer Band „Gefrierbrand“ gehören: „Wir haben zum Glück noch unsere normalen Jobs im Handwerk oder der Industrie – aber wissen nicht, wie es weitergeht mit den vielen kleinen Locations in der Stadt, in denen wir am Wochenende spielen: Wenn sie nicht überleben, haben wir keine Orte mehr zum Auftreten.“

jza

Die Freude, unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsauflagen endlich wieder vor Publikum spielen zu können, war der Band „Alle Hackbar“ in der Kulturhalle anzumerken. Fotos: Zachmann

Die Pforzheimer Band „Gefrierbrand“ begeistert nach langer Pause das Publikum. Foto: Zachmann

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