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12. April 2019

Auch ohne Gesichter viel zu erzählen

Ausstellung mit biblischen Erzählfiguren noch bis Ostermontag in Wilferdingen zu sehen


Sie haben keine Gesichter und sprechen dennoch Bände, zeugen von einer Geschichte, die vor rund 2000 Jahren passiert sein soll, aber auch heute für viele eine ganz persönliche, topaktuelle Botschaft hat: Mit 220 biblischen Erzählfiguren hat Gerlinde Zachmann im ZAK-Neubau der Liebenzeller Gemeinschaft Remchingen das Ostergeschehen neu erlebbar gemacht. Noch bis Ostermontag zeigt sie in 17 Szenen im Gemeindehaus in den Billäckern unter dem Motto „Jesus – der Weg zum Leben“ die Passionsgeschichte von Jesu Einzug in Jerusalem über seine Verurteilung und Kreuzigung bis hin zur Auferstehung.

„Dass Jesus an Ostern für uns Menschen ans Kreuz gegangen, gestorben und auferstanden ist, dass er uns ewiges Leben gibt, indem er uns die Schuld genommen hat, das ist für unseren christlichen Glauben das Zentralste“, erklärt die Prädikantin im evangelischen Kirchenbezirk Pforzheim-Land ihre Motivation, die Ausstellung zu konzipieren: „Durch die bildliche Darstellung der Bibelstellen wollte ich Jung und Alt eine andere Möglichkeit geben, sich damit auseinanderzusetzen. Ich wollte ihnen weitergeben, was Jesus aus Liebe für uns gemacht hat und zeigen, warum wir Ostern feiern.“

Die Leidenschaft zur Herstellung der vielseitig einsetzbaren, etwa 30 Zentimeter großen Figuren aus einem mehrfach umwickelten Sisaldraht auf stabilen Bleifüßen hat sie von ihrem Sohn Joshua, mit dem sie vor Jahren einen Kurs bei der Wilferdingerin Wilma Stengel besucht hat. Trotz mittlerweile viel Übung sitzt sie rund acht Stunden an der Herstellung einer Figur, die am Ende neben Haaren aus Naturfell je nach Hautfarbe einen Hanfstoff übergezogen bekommt, mit Kleidern aus unterschiedlichen Textilien angezogen sowie mit allerlei Utensilien ausgestattet wird.

Neben ihrem eigenen Fundus und dem ihres Sohnes hat Zachmann alleine für die Ausstellung 50 weitere Figuren gemacht: „Schließlich sollen wichtige Figuren wie Jesus oder seine Jünger über alle Szenen hinweg einen Wiedererkennungswert für die Betrachter haben.“ Die Vielzahl und Vielfalt an Figuren erweckt die Szenen scheinbar zum Leben, die fehlenden Gesichter lassen umso mehr Spielraum für Interpretationen und alleine die Körperhaltung sorgt für jede Menge Emotionen: Jubelt die Menge eben noch mit Palmzweigen, hebt sie wenig später zornig die Faust gegen den unschuldig Gekreuzigten und kommt erst am Ende am leeren Grab zur Erkenntnis.

Während sich Gerlinde Zachmann, die vormittags auch Schulklassen durch die Ausstellung führt, das Johannes-Evangelium als Grundlage genommen hat, sei es nicht immer einfach gewesen, das Geschriebene bildlich umzusetzen: „Da kommen viele Fragen auf, beispielsweise, wie die Kreuze ausgesehen haben: Hatten sie die Form eines X oder eines T?“ Schließlich gehe es trotz der detailreichen Ausgestaltung um die zentrale Botschaft dahinter. Garantiert nicht im Bibeltext stehen Figuren mit moderner Schildkappe und T-Shirt, trotzdem durften sie für Gerlinde Zachmann in der Menge nicht fehlen: „So können wir uns auch heute mitten hineindenken und uns fragen, wie wir reagiert hätten“, erklärt sie und verdeutlicht mit Blick auf die letzte Station, bei der es um den Zweck des Evangeliums geht: „Wir sehen es und hören es, aber was wir am Ende damit anfangen, das bleibt jedem einzelnen selbst überlassen.“

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 22. April für alle Interessierten wochentags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Führungen zur jeweils vollen Stunde gibt es samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags sowie feiertags von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

jza

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