30. April 2024

Engagiertes Museumsteam plant bereits nächste Ausstellung

Erstes Frühlingsfest des Heimatvereins Remchingen nimmt Besucher mitten hinein


Anstelle des bisherigen Neujahrsempfangs in geschlossenen Räumen feierte das Team des ehrenamtlichen Leiters des Remchinger Römermuseums Jeff Klotz und des zweiten Vorsitzenden des Heimatvereins Edgar Kunzmann mit allen Mitgliedern, Unterstützern und Interessierten ein Frühlingsfest rund um die kulturelle Einrichtung am Wilferdinger Niemandsberg. Damit landete der Heimatverein einen vollen Erfolg – den ganzen Sonntag über erfuhr das neue Veranstaltungsformat reges Interesse.

Nach dem Mittagessen eröffneten die Wilferdinger Waschweiber Helene Schwarz und Monika Foemer das heiter-historische Vortragsprogramm. „Wir sollen beim ersten Frühlingsfest was sagen – dabei haben wir den zweiten Frühling schon hinter uns“, scherzte Foemer, während Schwarz mit Blick in die Runde feststellte: „Hier drin ist alles alt.“ Aus stolzen Römern seien kleine Italiener geworden, zumindest wenn es nach der Schlagermusik gehe. Das „Latrinum“ hätten die Römer den Germanen als späte Rache hinterlassen. Dabei blickten die beiden auch auf 15 Jahre erfolgreichen Museumsbetrieb mit zwölf Sonderausstellungen, die der heute 34-Jährige Jeff Klotz mit dem Team bereits in jungen Jahren in beeindruckender Weise aufblühen ließ: „Geh mol fort mit em Jeff, do rauche dir die Schuhsohlen!“ Während man bei den damaligen Ausgrabungen habe feststellen müssen, dass das, was im Boden ist, dem Land gehöre, seien die Vögel im Glashaus ebenso in Remchingen geblieben wie die Fibeln an der Amtskette von Bürgermeisterin Julia Wieland: „Sie hat das Museum jetzt am Hals“, scherzte Foemer über die bei der kommenden Jahreshauptversammlung vorgesehene satzungsgemäße Übergabe des Vorsitzes an die neue Bürgermeisterin.

Dass das Museum durchaus zahlreiche historische Schätze beherbergt – unter anderem eine Lutherbibel und Flugblätter aus der Zeit des Reformators, stellte Jeff Klotz inmitten der Sonderausstellung „Zeitenwende: Das Ende des Mittelalters im Südwesten“ fest, die noch bis Januar an zahlreichen Sonntagen und bei Führungen zu sehen ist. Für den Museums- und Cafébetrieb freue sich das Team noch über helfende Hände. Bereits jetzt laufen die Planungen zur nächsten Ausstellung „Gut und Böse?“, die die Kulturgeschichte des Guten und Bösen von der Bibel bis hin zu Legenden, Filmen oder lokalen Sagen beleuchtet. Während Dr. Joachim Schoberth die Besucher am Sonntag zu den unweit gelegenen Spuren des Hauptgebäudes der Villa Rustika führte, beleuchtete Dr. Erich Kraut die Geschichte der Römer in der Region und Claus Lindner die Lateinschule in Pforzheim.

jza

Im heiter-historischen Miteinander blickten die Wilferdinger Waschweiber Helene Schwarz (vorne links) und Monika Foemer beim ersten Frühlingsfest des Heimatvereins Remchingen hinter die Kulissen. Foto: Zachmann

Im heiter-historischen Miteinander blickten die Wilferdinger Waschweiber Helene Schwarz (vorne links) und Monika Foemer beim ersten Frühlingsfest des Heimatvereins Remchingen hinter die Kulissen. Foto: Zachmann

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