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23. Juni 2020

Große Freude über Neueröffnung des rundumsanierten Schlossbads

Erste Besucher nehmen Corona-Beschränkungen im Gegenzug verständnisvoll in Kauf.


„Richtig toll, endlich geht es wieder los“, jubeln der fünfjährige Noah und sein achtjähriger Bruder Luca um die Wette, als sie sich am Freitagmittag im wiedereröffneten Remchinger Schlossbad eine erfrischende Plantschpartie gönnen – schließlich haben sie gleich doppelten Grund zur Freude: einerseits, weil die beliebte Freizeiteinrichtung mit entsprechenden Auflagen ab sofort täglich von 9 bis 14 Uhr sowie von 15 bis 20 Uhr wieder öffnen kann und andererseits, dass sich das Freibad nach der 4,5 Millionen Euro teuren Rundumsanierung technisch auf dem neusten Stand und mit einigen neuen Attraktionen präsentiert.

„Sonst sind wir fast jeden Tag hier und hatten schon Angst, dass die Badesaison dieses Jahr ins Wasser fällt“, erklärt ihre Mutter Jasmin und hat umso mehr Verständnis für die Auflagen, zu denen es unter anderem gehört, dass maximal 1.000 Besucher pro Zeitblock das Gelände betreten dürfen und ihre Eintrittskarte zuvor im Internet kaufen müssen, um Warteschlangen zu vermeiden. Saisonkarten, die im vergangenen Jahr über 3.000 Personen besaßen, gibt es momentan nicht.

Während sich im Schwimmerbecken 80, im Nichtschwimmerbecken 100 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen, bleiben die Rutsche, die Innenduschen und Sammelumkleiden sowie die Föhnanlagen gesperrt. Selbst das kann den Badespaß von rund einem Dutzend Hartgesottener am Freitagmittag nicht trüben, die weit von den Höchstgrenzen entfernt sind. Zu ihnen gehört auch Mechthild Körner aus Wilferdingen, die eine Bahn nach der anderen zieht. „Zum Glück habe ich Internet und konnte mir die Karte kaufen“, freut sich die Seniorin. „Das ist zwar etwas umständlich, aber dafür geht es endlich wieder los. So ein Bad in unmittelbarer Nähe ist toll und ich treffe auf Abstand viele Bekannte wieder.“

Neben dem flachen Stand-Zugang freuen sich der kleine Erwin und sein Freund Benjamin besonders über den Spraypark mit jeder Menge Spritzdüsen und bunten Kipp-Eimern, auch wenn dieser zu Beginn noch kleine technische Probleme beim Ablauf hat: „Echt cool, da kommt keiner trocken wieder raus“, strahlen die Jungs, während sie es sich anschließend im Bademantel auf der Picknickdecke gemütlich machen und zwischen Kniffelspiel und Kirschen gemütlich auf den nachwachsenden Rasen der großflächigen Liegewiese blicken, die in den vergangenen zehn Monaten im Zuge der Leitungs- und Beckenarbeiten eine Großbaustelle war.

„Das Schlossbad ist eine echte Perle, die wir hier haben – aber die Technik war besorgniserregend“, erinnerte sich Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon am Donnerstagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit dem Gemeinderat, der dem Wunsch vieler nachgekommen war und trotz Kostensteigerungen die Bauarbeiten auf die Winterzeit gelegt hatte. Zur Neueinfassung beider Becken in Edelstahl und neuer Filtertechnik auch für das Kleinkindbecken durch ein österreichisches Fachunternehmen kamen der Standzugang mit Schaukelbucht, der Spraypark, ein sonniges Liegepodest an der Stelle des früheren Massagepilzes sowie die Erneuerung vieler Pflasterflächen durch den Bauhof.

Nun könne rund ein Drittel Wasser und Abwasser und – obwohl die Becken weiterhin per Blockheizkraftwerk angenehm beheizt werden – die Hälfte des bisherigen Stromverbrauchs eingespart werden, freute sich Kämmerer Gerd Kunzmann. Auf dem neuen Vorplatz gibt es jetzt zudem 150 Fahrradstellplätze. Rund drei Viertel der Badegäste kommen von außerhalb nach Remchingen, trotzdem bekam die Gemeinde keine Förderprogramme gewährt. Auch das habe die mutige, nicht selbstverständliche Sanierung trotz vieler anderer teurer Projekte nicht ausbremsen können, so Prayon, der sich neben der „positiven Verbissenheit“ von Kämmerer und Räten insbesondere beim Freibadteam, der DLRG und dem DRK für ihren Einsatz bedankte.

Nach dem Segen des Wilferdinger Pfarrers Friedemann Zitt gab Prayon den Startschuss für die Gemeinderäte Felix Casper (CDU), Matteo Kammerer (Grüne), Markus Gartner (Freie Wähler) und Andreas Beier (SPD), die gemeinsam mit Winfried Butz und Schwimmmeister Andreas Ebel den ersten Sprung ins Becken wagten – am schnellsten kam der 78-Jährige Butz auf der anderen Seite an: „Ich bin auf Entzug, normalerweise wäre ich bis heute schon 15 Kilometer geschwommen“, strahlte der Bürger, der am Freitagmorgen gleich zum ehrenamtlichen Dienst antrat, um wie viele andere Freiwillige das Team bei der Einhaltung der Regelungen zu unterstützen. „Wir bauen da ganz auf die Solidarität – und die spüren wir hier auf dem Land“, freute sich Schwimmmeister Ebel: „Die Besucher machen mit und freuen sich im Gegenzug, dass sie trotz Corona nicht aufs Freibad verzichten müssen.“

Ausführliche Informationen und die Möglichkeit, Eintrittskarten zu kaufen gibt es im Internet unter www.remchingen.de.

jza

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Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon eröffnet in einer kleinen Feierstunde das sanierte Schlossbad. Foto: Zachmann

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Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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