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03. Oktober 2019

Gymnasiasten rütteln mit unbequemen Klima-Fakten wach

Beim Nachsitzen wegen Freitagsdemos entwickelt Klimagruppe Maßnahmen gegen Klimawandel


Während das Remchinger Gymnasium sonst mit fröhlicher Musik oder heiterem Theater regelrechte Besucherströme anlockt, konfrontierte die schuleigene Klimagruppe die Besucher am Montag mit einer eher unbequemen Wahrheit, angesichts deren Bedeutung die Aula hätte deutlich voller sein müssen. „Was die Politik gerade in Sachen Klimaschutz macht, geht gar nicht. Aber irgendjemand muss was tun, also tragen wir eben dazu bei“, erklärten Tamara Heck aus Dietenhausen und Pauline Zahn aus Söllingen. Schon vier Mal gingen die beiden 17-Jährigen Oberstufenschüler mit aufwändig gestalteten Plakaten auf die Straßen – im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung freitagmorgens, anstelle des Unterrichts, um bewusst ein Zeichen zu setzen.

Dass sie wie über ein Dutzend weiterer Remchinger Gymnasiasten dafür nachsitzen müssen, nehmen sie gerne in Kauf – vor allem, weil das Remchinger Gymnasium einen besonderen Weg gefunden hat, auf den Klima-Streik eine weitere Schippe draufzulegen: Zwei Religionslehrerinnen initiierten eine Klimagruppe, in der sich die Schüler beim Nachsitzen sinnvoll weiter engagieren – und unter anderem den Themenabend vorbereitet haben. Um auch andere zu ermutigen, wie Zahn verdeutlichte: „Klimaschutz kann so einfach sein, dafür muss man nicht gleich Vegetarier werden wie wir, sondern kann das Fleisch bewusster konsumieren oder mit dem Fahrrad und der Bahn zur Arbeit fahren.“ Auch ihre Klassenstufe ist jüngst zur Studienfahrt vom Flieger auf den Bus umgestiegen.

Als Klimaforscher am KIT sorgte ihr Vater Andreas Zahn für einen informativ-wachrüttelnden Vortrag mit eigentlich bekannten, aber dennoch von den meisten ignorierten Fakten der Erderwärmung: Nur jeder sechste Deutsche glaube, dass der Klimawandel einen Einfluss auf sein Leben hat, obwohl dies bereits jetzt an den Polkappen, Meeresspiegeln, Flora, Fauna und Extremwetterereignissen unstrittig belegbar sei. „Auch wenn wir Deutschen Glück im Unglück haben, weil der Klimawandel vor allem die Entwicklungsländer vor enorme Probleme stellt, haben wir eine historische Verantwortung. Euer Engagement ist wichtig, um der Politik in den Hintern zu treten“, verdeutlichte Zahn.

Ob er so einen Vortrag nicht mal im Bundestag halten könne, fragte ein Wilferdinger. „Die Experten sitzen dort, aber die Fakten werden leider oft nicht ernst genommen“, so die Antwort. Nur erhöhte Steuern könnten da seiner Meinung nach etwas helfen, doch auch hier habe Deutschland mit einem CO2-Preis von zunächst zehn Euro pro Tonne geschlafen: „Das bringt absolut gar nichts!“ Dass auch die Gemeinde Remchingen mit der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung oder E-Smarts auf einem guten Weg sei, erklärte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon im Interview mit Antonia Zahn und Dilara Derici.

Nach und nach gehe es an die energetische Sanierung der 200 Gemeindewohnungen und wo möglich werden Fotovoltaik-Anlagen installiert, für die das Dach des Gymnasiums allerdings nicht tragfähig genug sei. Während Etienne Bader eine App zur Berechnung der persönlichen Klimafreundlichkeit vorstellte und seine Mitschüler zum Wettbewerb animierte, präsentierte Anna Haas ein Konzept, um den großen Erdwall am neuen Kunstrasenplatz mit Hecken zum Blühen zu bringen. Ihre Arbeitskraft fürs Klima haben sie angeboten, nun hoffen die Schüler auf Spenden für die Pflanzen.

jza

Dass es kurz vor zwölf ist in Sachen Klimawandel verdeutlichte der Wissenschaftler Andreas Zahn bei einem Klimaschutzabend des Remchinger Gymnasiums. Foto: Zachmann

Remchingen ist prima ...

Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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