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06. Februar 2020

Im „verrückten Gut Weinstein“ herrscht das Chaos

Trotz Ernte-Ausfall keineswegs trocken: TV Singen spielt gleich zwei Mal Theater


Textsicher trotz jeder Menge Torkelei zeigte sich die Theatergruppe des Turnvereins Singen am Wochenende: Gleich zwei Mal brachte sie unter Leitung von Anita Köhler ihr Stück „Das verrückte Gut Weinstein“ ins Singener Paul-Gerhardt-Gemeindehauses und begeisterte damit die Zuschauer. Mit der Komödie in drei Akten, die aus der Feder des Bilfinger Autors Wolfgang W. Haberstroh stammte, stellten die Turner unter Beweis, dass sie auch auf der Bühne ein eingespieltes Team sind.

Singen ist nun mal eben kein Weindorf: Kein Wunder, dass das Gut Weinstein – übrigens im Gegensatz zu einem zufälligerweise gleichnamigen Weingut in Keltern – immer weniger Erlöse abwirft. Da die junggeblieben-quirlige Besitzerin Vroni Weinstein (Damaris Haag) auf ihre alten Tage die Leidenschaft fürs Motorradfahren entdeckt, hat sie anstatt dem Weinverkauf nur noch ihre Maschine mitsamt der Rockergang im Kopf. Obendrein klaut sie wie ein Rabe. Als dann auch noch die Reblaus zwei Ernten vernichtet und eine Autobahn direkt am Haus vorbei durch die Weinberge gebaut werden soll, ist das Chaos perfekt.

„Wir sind bankrott“, erkennt Vronis Tochter Lizzy (Herta Steudle) folgerichtig. Da hilft selbst der Ratschlag des treu-faulen Arbeiters Loisl (Klaus Giek) nichts: „Dann verkaufen wir halt einfach die Schulden.“ Auch die zweite Tochter Rosemarie (Iska Doberstein) ist der Familie mehr Last als Hilfe – lediglich auf die fleißige Arbeiterin Antonia (Melanie Di Piazza) ist noch Verlass. Sie bittet einen italienischen Winzer um Hilfe, weiß aber nicht, dass Rosemarie den Brief nach Italien im Klohäuschen vergisst, das wegen des Straßenbaus kurzerhand der Abrissbirne zum Opfer fällt.

Also schlüpft eben Gerichtsvollzieher Frederik Hühnerklein (Dirk Schneider) mit seinem inmitten des authentischen Singener Dialekts der Schauspieltruppe immer wieder bejubelten ostdeutschen Akzent in die Rolle des Italieners – bis auf leergetrunkenen Flaschen findet er ohnehin nichts mehr, worauf er seine „Kuckucke“ kleben könnte. Aber selbst die leeren Flaschen hätten ihren Wert, erfährt der Beamte, der von der „Weinerei“ keine Ahnung habe, von Loisl: „Es kennd jo jemand komme, der wirklich gar nix drinke will!“ Als zu allem Übel auch noch der gierige Nachbar Eugen (Uwe Kaucher) aufkreuzt, um Lizzys Herz zu erobern und an noch mehr Rebfläche zu kommen, sind die Verstrickungen perfekt. „Do kommd doch koiner meh mit“, muss der geschäftstüchtige Winzer erstaunt feststellen. Ein heiter-fröhliches Schauspiel nimmt seinen Lauf, das am Ende so manche nüchterne Überraschung ans Tageslicht bringt.

Wer die Aufführung in Singen verpasst hat, hat am Samstag, 29. Februar, um 19 Uhr in der Hagwaldhalle Kleinsteinbach noch einmal Gelegenheit dazu: Der TVS führt das Stück beim Benefiz-Theaterabend der Freiwilligen Feuerwehr Pfinztal auf: zugunsten einer Stammzellensuche bei Leukämie-Erkrankungen, insbesondere für einen Jungen aus der Region.

jza

Für jede Menge Unterhaltung sorgten die TVS-Theaterspieler Herta Steudle (von links), Dirk Schneider, Melanie Di Piazza, Klaus Giek, Damaris Haag, Iska Doberstein und Uwe Kaucher. Foto: Zachmann

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