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28. April 2021

Jahrelang stand Nöttinger Feuerwehrneubau außer Frage

Auch Darmsbacher kämpfen für Erhalt des Nöttinger Standorts / Kommandant sieht Hilfsfrist jedoch nicht in Gefahr


„Die Kirche bleibt im Dorf und die Feuerwehr vor Ort“, bringt Karl-Heinz Plangl, Vorsitzender des Darmsbacher Bürgervereins, sein Anliegen auf den Punkt. Da Remchingens kleinster Ortsteil seit er denken kann kirchlich wie auch feuerwehrtechnisch der Abteilung Süd in Nöttingen angeschlossen ist, macht sich Plangl mit seinen Vereinskollegen Ilona Szabo und Wolfgang Stock stark für den Erhalt des Nöttinger Standorts durch einen zeitgemäßen Neubau – so wie es eigentlich auch die jahrelangen Planungen seitens der Gemeinde vorsehen.

Wie berichtet entfachte aber zu Jahresbeginn der Vorschlag mehrerer Gemeinderäte, anstatt dem Erhalt beider Standorte die Remchinger Wehr zentral am Standort Nord in den Wilferdinger Billäckern zusammenzulegen, die Diskussion von neuem. Daraufhin forderten die Kameraden endlich eine verbindliche Entscheidung. Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, der selbst einen Nöttinger Neubau am Eingang der Karlsbader Straße für etwa drei Millionen Euro in Erwägung zieht, erklärte im Februar, dass zeitnah entschieden werde – man so eine wichtige Entscheidung aber nicht übers Knie brechen dürfe: „Sobald wir ohne Maske am Ratstisch sitzen und ausgiebig planen können, werden wir in Ruhe und vernünftig tagen.“

Unterdessen machen sich mehrere Leserbriefe im Mitteilungsblatt für beide Standorte stark, so auch die drei Darmsbacher: „Im Alarmfall geht es nicht nur um Hab und Gut, sondern auch um Leben – da zählt jede Minute und Geld sollte keine Rolle spielen“, unterstreichen Szabo und Stock und sehen vor allem die tagsüber oft verstopfte B10 durch Wilferdingen als Knackpunkt: „Ein Feuerwehrauto ist kein Rennwagen und es würde kostbare Zeit verloren gehen, wenn das erste Fahrzeug nicht in Nöttingen starten würde.“ Außerdem befürchten sie im Falle einer Zusammenlegung einen hohen Rückgang in der Jugendabteilung und bei den Aktiven, wenn es die Kameraden aus Nöttingen und Darmsbach von zu Hause aus nicht mehr auf das erste (und bei 90 Prozent der Einsätze einzige) Fahrzeug schaffen würden: „Auf Dauer würde das für Frust, Resignation und Abschied aus dem freiwilligen Dienst führen.“

Auch der Remchinger Feuerwehrkommandant Marc Unger sehe viele gute Punkte, an der bisherigen Struktur festzuhalten, trotzdem könne er aus rein fachlicher Sicht die Befürchtung, die gesetzlichen Hilfsfristen könnten nach einer Zusammenlegung nicht eingehalten werden, klar widerlegen und Entwarnung geben: „Die aktuelle Diskussion wäre schon im Keim erstickt, wenn der Kreisbrandmeister oder ich nicht sorgfältig geprüft hätten, dass die Fristen nicht auch dann eingehalten werden können.“ Neben Realdaten aus 771 Einsätzen der vergangenen zehn Jahre verweist Unger darauf, dass für die Eintreffzeit gerade tagsüber eben auch der Weg der Kameraden zum Feuerwehrhaus entscheidend sei.

Die Tagesverfügbarkeit werde in Remchingen vor allem aus in Wilferdingen arbeitenden Kameraden garantiert – und auch ein großer Teil der Abteilung Süd arbeite in Wilferdingen: „Die Kameraden würden auf dem Weg ins Feuerwehrhaus Süd mit dem Privatfahrzeug im Stau stehen, während das in Wilferdingen startende Fahrzeug zumindest eine Gasse bereitet bekommt.“ Umso stärker unterstreicht Unger die anderen Argumente: „Wir würden ehrenamtliches Potenzial verlieren.“ Dabei denke er auch an Großschadenslagen. Außerdem sei die Nöttinger Abteilung ja nicht nur „Helfer und Retter“, sondern bilde auch einen Teil der Vereinsgemeinschaft ab. Zuletzt sei es gefährlich, das Vertrauen in die Kommunalpolitik insgesamt auf eine derartige Probe zu stellen: „Jahrelang stand es außer Frage, dass in Nöttingen ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden wird.“

jza

Für einen Erhalt des Feuerwehrstandorts Süd in Nöttingen in Form eines zeitgemäßen Neubaus machen sich unter anderen die drei Darmsbacher Karl-Heinz Plangl (von links), Ilona Szabo und Wolfgang Stock stark. Foto: Zachmann

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