20. April 2024

Jugendliche präsentieren dem Gemeinderat ihre Ideen und Wünsche

Open-Air-Kino, Skateanlage und mehr Beleuchtung: Junger „Achterrat“ schmiedet Zukunftspläne


Was wünschen sich die Remchinger Achtklässler für und von ihrer Gemeinde? Gut zwanzig Schülerinnen und Schüler der vier weiterführenden Schulen präsentierten dem Remchinger Gemeinderat ihre Ideen und Wünsche, die sie im Rahmen des Beteiligungsprojekts „Achterrat“ im laufenden Schuljahr erarbeitet hatten. Im Vorfeld der Ratssitzung luden sie gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen ein, an mehreren Stellwänden ins Gespräch zu kommen. Während sich einige Achtklässler einen Wasserspender für das Gymnasium wünschten, warben Ben Hoffmann und Jona Heck für einen öffentlichen Basketballplatz und erstellten dafür kurzerhand ein 3D-Modell. Mia Seidel und Lorena Di Batista schlugen ein Open-Air-Kino an je zwei Wochenenden in den Sommermonaten im Freibad vor. Die Werbeplakate würden sie ebenso beisteuern wie Unterstützung beim Ticket- und Popcornverkauf: „Dadurch hätten wir einen Treffpunkt für Jung und Alt und eine weitere Beteiligungsmöglichkeit für Vereine.“

Kunstvolles Graffiti könnten sich derweil Lara Fantz und Alexia Mack vorstellen – beispielsweise für die Bahnhofsunterführung oder Pausenhofwände: „Wir könnten einen Wettbewerb daraus machen.“ Daran knüpft der Wunsch von Ceyda Klesing an, in der Bahnhofsunterführung für mehr Licht, Sauberkeit und Sicherheit zu sorgen. Auch auf einigen Radwegen wünschen sich die Schüler eine bessere Beleuchtung. Mehr Busverbindungen, echte vegetarische Alternativen und ein großer Obstkorb in den Mensen gehörten ebenso zu den Ideen wie größere öffentliche Sportplätze – auch für Darmsbach. Einen „Calisthenics“-Park, in dem man beispielsweise an Klimmzugstangen trainieren kann, schlugen derweil Rasmus Augenstein, Jonas Gilhorn und Leon Winter vor. „Mit einem Sportpark in der Nähe würde man Kinder, aber auch Erwachsene motivieren, weniger vor dem Bildschirm zu sitzen und mehr Sport zu treiben“, begründete Rasmus und erfuhr von Lothar Scheurer (Bürgerliste), das es so einen Turnplatz schon vor 60 Jahren an der Singener Pfinzstraße gab.

Emma Hildermann und Deborah Flinspach brachten einmal mehr den Remchinger Skatepark aufs Papier – und damit eine Idee, die es schon bei Jugendbeteiligungen vor gut zehn Jahren gab. Längst stehen dafür 170 000 Euro im Haushalt, letztlich scheiterte die Umsetzung immer wieder am Standort. So verhinderten etwa mögliche herabfallende Teile einen Bau unter der Nöttinger Autobahnbrücke. „Wir sind in Deutschland – da macht man sich eben Gedanken über vieles“, erklärte Markus Gartner (Freie Wählervereinigung) den Schülern die Hürden so mancher Umsetzung, während auch Thomas Walch (CDU) verdeutlichte, dass sie nicht ernüchtert sein dürften über die Dauer so mancher Projekte: „Vieles ist an mehr Aufwand, Kosten oder rechtliche Vorgaben geknüpft als man denkt, das habe ich während meiner Gemeinderatstätigkeit lernen müssen.“

In seiner anschließenden Sitzung beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung einstimmig, die Vorschläge innerhalb von sechs Monaten auf Umsetzung zu prüfen. Felix Casper (CDU) ermutigte dabei, Dinge auch anzugehen: „Ich kann mich an nichts erinnern, das wir bei der vergangenen Beteiligung wirklich umgesetzt hätten. Wir müssen die Jugendlichen ernst nehmen, Nägel mit Köpfen machen und Leuchtpfeiler setzen.“

jza

An mehreren Stationen im Ratssaal präsentierten die Schülerinnen und Schüler Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung ihre Wünsche für die Gemeinde. Foto: Zachmann

Ihre Idee eines Open-Air-Kinos erläuterten Mia Seidel (von links) und Lorena Di Batista den Gemeinderäten Markus Gartner, Felix Höckh und Martin Rothweiler sowie Rathausmitarbeiterin Michaela Ungerer. Foto: Zachmann

Ihre Idee eines Open-Air-Kinos erläuterten Mia Seidel (hinten links) und Lorena Di Batista den Gemeinderäten Martin Rothweiler (von links), Lothar Scheurer, Markus Gartner (hinten) und Felix Höckh. Foto: Zachmann

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