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26. Juni 2017

„Man geht klein rein und kommt groß raus“ ...

... erklärte Festredner Dieter Haag bei der Feier zum 30. Geburtstag der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis in der Kulturhalle

Brauchen wir Kunst und Musik? Was für eine Frage, die Barbara Casper am Samstagabend in der vollbesetzten Remchinger Kulturhalle stellte – und prompt selbst beantwortete: „Ja, unbedingt! Sie sind ideale Werkzeuge, um Türen zu öffnen und Verständigung zwischen den Menschen zu erzeugen.“

Wie gut also, dass es der Verein zur Förderung der Künste „pro arte Königsbach-Stein“ eben nicht nur bei den satzungsgemäß geforderten „Konzerten und Veranstaltungen auf hohem Niveau“ beließ, sondern nach einigen Vorgesprächen unter engagiertem Antrieb von Fany Solter und Casper im April 1987 eine Musikschule ins Leben rief, die sich durch die Trägerschaft der Gemeinden Remchingen, Königsbach-Stein, Keltern und Pfinztal sowie die Etablierung der Bildenden Künste wenig später zur Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis e.V. formierte.

Nicht nur, dass den Festgästen in der vollbesetzten Remchinger Kulturhalle zum 30. Geburtstagsfest ein fulminantes Klangerlebnis entgangen wäre – mittlerweile wäre die Einrichtung mit ihren aktuell rund 700 Schülerinnen und Schüler vom Dreijährigen in der Musikalischen Früherziehung bis zum Erwachsenen und 50 Lehrkräften vom Kontrabass über die Violine bis zum Cello, vom Klavier über den Gesang bis zum Schlagzeug schlichtweg nicht mehr wegzudenken, wie Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon im Namen der Trägergemeinden in seiner Festrede verdeutlichte: „Musik bringt uns zum Träumen, regt unsere Fantasie an, ist aber auch ganz besonders wichtig für die gesunde Erziehung unserer Kinder.“

Mit Blick zu Till und Barbara Casper, die 1999 den Vorsitz von Fany Solter übernahm, sagte Prayon: „Für Sie ist Bildung eine Herzensangelegenheit, Ihr Engagement hat hervorragende Früchte getragen!“ Aber auch die zahlreichen trotz Zuschüssen von Land, Kreis und Gemeinden wichtigen Unterstützer aus der Wirtschaft, seinen „weitsichtigen“ Amtsvorgänger Wolfgang Oechsle und in Gedenken dessen damaligen Königsbacher Kollegen Erich Hörrle, das Team von Kulturhalle und Gymnasium, wo die Schule neben den eigenen Räumlichkeiten immer wieder willkommen ist, Iris Finkbeiner und Annegret Müller für die Etablierung der Kunstschule und insbesondere den umsichtigen Schulleiter der ersten Stunde Hans-Peter Dennemarck schloss Prayon in seinen Dank mit ein: „Die Schule in die Öffentlichkeit zu bringen, ist Ihnen allen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten mehr als gut gelungen.“

So manche Anekdote aus der gemeinsamen Zeit mit Dennemarck gab Festredner Dieter Haag, früherer Musikschulleiter und Chef Dennmarcks in Calw, zum Besten. Bei aller Freude gebe es in den Musikschulen aber auch immer wieder Krisen zu überwinden – so wie vielen Vereinen mache auch ihnen aktuell das Bildungssystem zu schaffen: „Wenn es mit G8 und den Ganztagesschulen so weitergeht, haben unsere Jugendlichen kaum Luft mehr zum Atmen und um andere Dinge zu tun. Aber ein Instrument zu erlernen heißt am Ball bleiben und auch Durststrecken zu überwinden.“

Dabei biete die Musik- und Kunstschule einen echten Mehrwert, unter anderem durch die Stärkung von Sozialem, der Konzentration und Kreativität und des Selbstbewusstseins: „Man geht klein rein und kommt groß raus“, verdeutlichte Haag, der zusammen mit Barbara Casper vor elf Jahren den Verein „ObenAuf“ zur Förderung der musischen Jugendbildung aus der Traufe hob und dadurch inzwischen über 600 Projekte in der Region Nordschwarzwald unterstützte.

Neben dem regen Austausch darf die Kunst und Musik an solch einem Abend nicht fehlen – kurzweilig anmoderiert von Dennemarck sorgte das Sinfonieorchester unter Leitung von Susanne Reiner mit Mendelssohn-Bertholdys „Ruy Blas Ouvertüre“ für einen klangvollen Ohrenschmaus und begleitete anschließend Gesangsolist Jonas Haag bei seinen gekonnten Darbietungen von „Lord is it mine“ und „You raise me up“ – zusammen mit Steffen Sonnentag am Klavier. Für einen stimmungsvollen Kontrapunkt sorgte das Percussion-Ensemble mit Emanuel Demezzi, Lara Schelling, Simon Seeger und Joschua Wenz. Im Foyer wartete eine Kunstvernissage.


jza

Über 30 Jahre Musik- und Kunstschule im westlichen Enzkreis freuten sich Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links) und der Calwer Musikschulleiter im Ruhestand Dieter Haag zusammen mit der MSWE-Vorsitzenden Barbara Casper und Schulleiter Hans-Peter Dennemarck sowie zahlreichen Festgästen. Foto: Zachmann

Zahlreiche Festgäste in der voll besetzten Kulturhalle. Foto: Zachmann

Zwischen den Festreden sorgte das Sinfonieorchester unter Leitung von Susanne Reiner für klangvolle Akzente. Foto: Zachmann

Remchingen ist prima ...

Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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