01. Mai 2024

Obst- und Gartenbauern freuen sich über große Beliebtheit ihres Hobbys

Erster Verbandstag des Landesverbands für Obstbau, Garten und Landschaft in Remchingen


Ob in den Hochbeeten auf den Terrassen des Landtags, in Fernsehsendungen und insbesondere in den unzähligen Hausgärten und auf den Streuobstwiesen, die das baden-württembergische Landschaftsbild prägen: „Inzwischen hat das Gartenfieber alle erreicht und das Gärtnern erfreut sich wachsender Beliebtheit“, stellte Staatssekretärin Sabine Kurtz (CDU) am Samstagnachmittag in der Remchinger Kulturhalle fest. Dort hielt der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL) seine Mitgliederversammlung ab und lud anschließend zum ersten landesweiten Verbandstag ein.

„Wie gut, dass es Sie gibt und Sie Ihre gute Stimmung auf andere ausstrahlen“, lobte die Staatssekretärin vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den Einsatz von über 100.000 Mitgliedern der Obst- und Gartenbauvereine im Land. Diese würden sich neben reger Jugendarbeit und gesellig-informativen Fachveranstaltungen auch um die Ortsverschönerung, Biodiversität und den Erhalt der Kulturlandschaft kümmern: „So können Gärten auch als Spiegel der vielfältigen Gesellschaft gesehen werden.“ Auch künftig wolle das Ministerium Anreize für die Pflege der Streuobstwiesen schaffen. Dazu gehöre neben Förderprogrammen für die Bewirtschafter auch die Erweiterung des baden-württembergischen Qualitätszeichens (QZBW) um Streuobst, das etwa bei öffentlichen Ausschreibungen für Getränke berücksichtigt werde. Auch die Landesgartenschau in Wangen und der 26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ seien in vollem Gange.

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des OGV-Kreisverbands Enzkreis/Pforzheim hatte dessen Vorsitzender Jürgen Metzger den Landesverbandstag in die Region geholt. Ihn hatten die Anwesenden am Vormittag als LOGL-Vizepräsidenten bestätigt – ebenso wie unter anderen Sabine Erhardt als Präsidentin und Jürgen Keller als Vertreter der Region Nordschwarzwald. Durchaus ein bisschen Stolz könne der Enzkreis auf über 150.000 Streuobstbäume blicken, freute sich Landrat Bastian Rosenau bei der von der Musik- und Kunstschule umrahmten Veranstaltung: „Das ist ein wahrer Schatz für den Enzkreis!“ Mit Streuobstbörsen, wirtschaftlichen Anreizen, auch für Mostereien, dem Obstsortenmuseum in Kieselbronn oder dem umfangreichen Angebot und Schulaktionen der Obstbau-Beratungsstelle unterstütze der Kreis dieses Engagement.

Metzger unterstrich die Bedeutung der Jugendarbeit: „Nur wer de Natur kennt, versteht sie und kann sie irgendwann lieben.“ Standen bei früheren Blumenschmuckwettbewerben die klassischen Geranienampeln im Fokus der Bewerter, seit mittlerweile die Insektenfreundlichkeit das wichtigste Kriterium. Wie Permakulturen Anbausysteme vielfältiger, resilienter und fit für den Klimawandel machen können, verdeutlichte Berater Jörn Müller in einem Fachvortrag. Enzkreis-Fachberater Bernhard Reisch präsentierte die ersten vielversprechenden Ergebnisse des Dürrner Projekts zur Eindämmung von Misteln auf Bäumen. Haupt- und Ehrenamtliche packen dort Hand in Hand mit an. Durch die Bereitschaft von über 90 Prozent der Grundstückeigentümer konnten sie den Halbschmarotzer im ersten Gebiet bereits erfolgreich zurückdrängen.

Für ihren jahrelangen Einsatz im Landesverband ehrten Präsidentin Sigrid Erhardt und Geschäftsführer Rolf Heinzelmann die Regionalvertreter Otto Deeng (Donau-Iller/Oberschwaben) und Christian Kugler (Neckar-Alb/Hohenzollern) sowie den langjährigen Vizepräsidenten und früheren Landtagsabgeordneten Ernst Kopp aus Rastatt, der zum Abschied aus dem Gremium die Silberne Medaille des Landesverbands erhielt.

jza

Zufriedene Gesichter beim ersten LOGL-Verbandstag: Bürgermeisterin Julia Wieland (von links), Diana Schindler (Gartenfreunde BW), Staatssekretärin Sabine Kurtz, Christian Kugler, Ernst Kopp, LOGL-Geschäftsführer Rolf Heinzelmann, LOGL-Präsidentin Sigrid Erhardt, Jörn Müller, Otto Deeng, Landrat Bastian Rosenau, Bernhard Reisch und LOGL-Vizepräsident Jürgen Metzger. Foto: Zachmann

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