31. Juli 2023

Regenwolken können Freude am Gerstensaft nicht trüben

Zapfhähne stehen bei zweiter Remchinger Bierkultur trotz kräftigem Regen kaum still


„Ein Bier, bitte!“, reichte am Wochenende nicht aus, um an der Remchinger Ortsmitte an den beliebten Gerstensaft zu kommen – da musste man schon dazusagen, welches Bier es denn sein dürfe. Schließlich waren der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt bei der zweiten Remchinger Bierkultur. Das Besondere, dass alle frisch gezapften Biere einte: Sie alle stammen direkt aus der Region. Acht regionale Brauereien präsentierten am Freitag und Samstag ihre selbstgebrauten Spezialitäten. Die Mischung kam an bei den Besuchern, die dafür sorgten, dass die Zapfhähne mitunter nicht stillstanden.

Und dass, obwohl an beiden Tagen heftige Regenschauer herunterprasselten. Diese konnten schon beim Fassanstich die Laune nicht trüben. „Wir lassen uns vorfeuchten von oben, bevor die innere Feuchte kommt“, stellte Bürgermeister Kurt Ebel humorvoll fest und konnte dem Wetter mit Blick auf die Landwirtschaft noch etwas Positives abgewinnen: „Wir freuen uns für die Natur und können eh nichts dran machen.“ Zünftig angeheizt vom Remchinger Musikverein und umringt von den Braumeistern stellte die designierte Bürgermeisterin Julia Wieland einmal mehr ihre Schlagfertigkeit unter Beweis: Mit einem Schlag war das Remchinger Pils-Fass angestochen. Dabei war es nach der Premiere beim Huchenfelder Maifest erst ihr zweiter Anstich: „Eigentlich hätte ich mit dem zweiten Schlag gerechnet, der war dann der Sicherheitsschlag“, gestand Wieland. Ob sich daraus eine Parallele zur Wahl ziehen lässt, bei der sie ebenso überraschend im ersten Wahlgang die Mehrheit holte, obwohl sie selbst mit einem zweiten gerechnet hatte?

Darüber philosophierten die Besucher nicht lange, schließlich gab viel zu erkunden, für das das örtliche Unternehmen Premex als Hauptsponsor spezielle Probiergläser kreierte. So konnten sich Jung und Alt neben den Bieren der Pforzheimer Brauereien Ketterer und Brauhaus durch die Spezialitäten von Adler-Bräu (Wiernsheim), Häselbräu (Straubenhardt), Lindenbräu (Waldbronn), Gamerbräu (Stutensee), Fächerbräu (Karlsruhe) und Brauhaus 2.0 (Remchingen) schmecken. Letzteres ging beim Heimspiel mit gleich sieben Bieren an den Start: Vom „Prayon“ mit belgischer Note über Honigbier bis hin zum „Kriek“, einem Fruchtbier mit Sauerkirschen, für das Jochen Martin mit seinem Team auch mal übers Reinheitsgebot hinausging. „Es geht ja um die Bierkultur“, erklärte der Geschäftsführer und freute sich über das Miteinander, in dem man sich untereinander auch mal aushelfe, ob mit einem Sack Malz oder einer technischen Anlage: „Das Wochenende ist ein tolles Zechen, wie vielfältig unsere Region ist.“ Ebenso vielfältig war das musikalische Angebot, das Kulturhallenleiterin Jeannine Pfrommer mit ihrem Team regenbedingt nach Drinnen verlegte: Neben der Brettener Rock-Coverband „Powerbeat“ und den „Lucky Strings“ um Tatjana Roser aus Remchingen sorgten die von Kreuzfahrten bekannten „Rotzlöffl“ für bayrischen Party-Rock – und holten dabei den Corona-bedingt ausgefallenen Auftritt zum Jubiläum der Singener Spaßvögel nach. Auch die Coverband „ABBAlution“ hatte einiges zu bieten.

Während manchem die Auswahl schwerfiel, wusste Uli Walch gleich, wo es das beste Bier gibt: „Schließlich liegen die Brauereien alle so nah, dass man auch sonst mit dem Fahrrad hinfahren und sich durchprobieren kann.“ Von den deutschlandweit 1.400 Brauereien liegen zahlreiche in Baden-Württemberg, wusste Geschäftsführer Michael Ketterer: „Nach Bayern sind wir das mit Brauereien am dichtesten besiedelte Land. Man kennt sich, ist in gutem Kontakt zueinander und es gibt für uns kein schöneres Handwerk – schließlich bringt das Bier Menschen aller Couleur zusammen.“ Für kulinarische Leckerbissen sorgten örtliche Caterer und Vereine.

jza

Umringt von zahlreichen Braumeistern freute sich Remchingens baldige Bürgermeisterin Julia Wieland (Mitte) mit Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel (links) über die Vielfalt bei der Remchinger Bierkultur. Foto: Zachmann

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