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07. September 2020

Rehasport für Parkinsonpatienten bald als eigene Marke etabliert

Engagierte Medizinerin und Übungsleiterin aus der Region wollen Trainingsangebote salonfähig machen


Von den Ergebnissen der Remchinger Parkinson-Studie könnte in wenigen Monaten ganz Deutschland profitieren: Wie mehrfach berichtet, begann die Remchinger Allgemeinmedizinerin sowie Fachärztin für Naturheilverfahren und Akkupunktur Dorothea Zeise-Süss vor drei Jahren, zusammen mit Parkinson-Patienten und Therapeutinnen unterschiedlicher Fachrichtungen aus der Region, ein Rehasport-Programm zu entwickeln, dessen Übungen speziell die Reaktion, das Gleichgewicht und die Feinmotorik ankurbeln soll – um den Verlauf der Krankheit ebenso wie eine höhere Dosierung der Medikamente hinauszuzögern, die Lebensqualität zu verbessern und andererseits die Betroffenen aus ihrem „Schneckenhaus“ herauszuholen und mittendrin aktiv zu beteiligen.

Nach der Hausarztpraxis-Übergabe und zusammen mit Anna Krüger, selbstständige Trainerin und Rehasport-Übungsleiterin aus Neuenbürg, konnte sich die Medizinerin im Un-Ruhestand noch intensiver dem wenig entwickelten Bereich des Parkinson-Rehasports widmen. Sie bezogen neben Beobachtung- und Filmanalysen auch die Ergebnisse gleichzeitiger Akkupunktur-Behandlungen und Gespräche mit Selbsthilfegruppen ein um herauszufinden, was sich bei den Patienten und in ihrem Alltag wirklich verbessert hat.

Jetzt steht die Eintragung des Parkinson-Rehasports als eigene Marke kurz vor dem Durchbruch, das Verfahren läuft auf Hochtouren. „Bei all der Arbeit, die dahinter steckt, ist mit so einer Marke nicht viel Geld zu verdienen – darum geht es uns auch garnicht“, unterstreichen Krüger und Zeise-Süss unisono, „Vielmehr wollen wir zeigen, dass Parkinson nicht automatisch Rückschritt bedeutet, den Rehasport salonfähig machen und vor allem die Hemmschwelle nehmen, die leider oft in den eigenen Familien oder der Nachbarschaft beginnt.

Oft geht die Stigmatisierung so weit, dass sich manche gar nicht mehr aus dem Haus trauen.“ So habe Zeise-Süss in ihrer Privatpraxis Anfragen von Betroffenen im Schwarzwald oder Bremen bekommen, wo neurologische Rehasport-Angebote für spezielle Indikationsbereiche noch rarer gesät sind als in der Region. Als eingetragene Marke können die Übungen, die von vielseitig einsetzbaren österreichischen Smovey-Ringen bis hin zu Koordinationsübungen mit der Nintendo-Wii reichen, deutlich einfacher auch von Kollegen in neue Gruppen übernommen werden.

Gleichzeitig arbeiten sie an einer möglichst anschaulichen Beschreibung, damit die Patienten auch zu Hause weiter üben können. „Am besten gleich mit den Angehörigen, schließlich können die Übungen nicht schaden und zusammen macht es gleich noch mehr Spaß“, berichtet Krüger und erinnert sich, wie viele Teilnehmer ihrer laufenden Parkinson-Gruppen geradezu aufblühen, „Die Gruppendynamik ist enorm – sie machen sich gegenseitig Mut und tauschen sich anschließend über ihre Erfahrungen aus.“ Neben den Angeboten in Remchingen gibt es bald eine neue Gruppe in Schömberg-Langenbrand, eine weitere ist für 2021 in Birkenfeld geplant.

„Diese Therapie kostet die Ärzte kein Budget und wird von den Kassen bezahlt“, verdeutlicht Zeise-Süss, die sich außerdem mit Früherkennungsmethoden der Parkinson-Krankheit beschäftigt, die nach Alzheimer als zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung für den langsamen Verlust von Nervenzellen und dadurch für Bewegungsstörungen sorgt. Ihr großer Traum, der mit der Marke wieder ein Stück näher rückt: ein „Parkinson-Haus“, das alle Angebote von Medizinern und Therapeuten unter einem Dach versammelt, lange Wege spart, weniger Stress für alle Beteiligten bedeutet und vor allem ein Treffpunkt zum Austausch werden kann.

Interessierte können sich bei Übungsleiterin Anna Krüger unverbindlich unter der Nummer 0176-31060310 melden oder finden weitere Informationen im Internet unter www.your-sports.de. Über den künftig mittwochnachmittags in Langenbrand stattfindenden Rehasport informiert sie zudem am Freitag, 04. September, um 16 Uhr im Nebenzimmer des Hotels Ehrich. Um Anmeldung wird gebeten.

jza

In der praktischen Parkinsonforschung vielfältig engagiert sind die Neuenbürger Übungsleiterin Anna Krüger (links) und die Remchinger Medizinerin Dorothea Zeise-Süss. Ihr neustes Projekt ist die Etablierung eines speziellen Rehasport-Angebots als eingetragene Marke. Foto: Zachmann

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