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22. Juni 2020

Remchinger Rat beschließt umstrittenen Kita-Standort am Pfinzufer

Bürgerliste und Grüne sehen Sachlage zum Thema Hochwasserschutz noch nicht geklärt.


Eine vorschnelle Entscheidung oder „alles nur Kindergarten“? Nachdem der Remchinger Gemeinderat am Donnerstagabend einer Erweiterung des neuen Wilferdinger Friedhofs schnell zustimmen konnte, tat er sich alles andere als leicht, den Neubau eines Kindergartens mit 99 Plätzen und Baukosten von rund 3,8 Millionen Euro im Gebiet „Im Bruch“ neben dem Drogeriemarkt am Wilferdinger Pfinzufer auf den Weg zu bringen. Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon wollte direkt zur Abstimmung ansetzen, um keine weitere Zeit zu verlieren – schließlich ist die Kita-Platzsituation prekär in der Gemeinde und 84 Kinder stehen auf der aktuell langen Warteliste.

Doch dann konterte sein Amtsvorgänger und Fraktionssprecher der Bürgerliste (BL) Wolfgang Oechsle mit einem ganzen Katalog von Bedenken gegen den geplanten Standort und bat um weitere Vertagung des Vergabeverfahrens bis zur weiteren Klärung: „Ich will den Kindergarten damit nicht verzögern, sondern beschleunigen“, erklärte Oechsle, der befürchte, dass ein Bau in dem überflutungsgefährdeten Gebiet eben doch nicht möglich sei und das Projekt dann scheitere. Ohnehin seien sich Rat und Verwaltung einig, dass bis zur Fertigstellung in drei Jahren kurzfristige weitere Interimslösungen, beispielsweise durch Container oder Anmietung privater Gebäude, geschaffen werden müssen.

Zwar beschäftigt sich der Rat schon seit einem Jahr mit dem Neubau, hatte nach Bedenken der Grünen und der Bürgerliste die Entscheidung bereits im Januar verschoben und ein Fachbüro beauftragt, das dann in der Mai-Sitzung wie berichtet Entwarnung gab: Aufgrund der dreieinhalbfachen Vergrößerung des Nöttinger Hochwasserrückhaltebeckens und weiterer geplanter Maßnahmen an der Pfinz sei die Überflutungsgefahr des Kindergartens und seiner Zufahrt selbst bei einem mehr als 100-jährlichen Hochwasser gebannt. Trotzdem läge der Neubau in einem Überschwemmungsgebiet und eine Ausnahmegenehmigung sei nicht mehr möglich, argumentierte Oechsle und bat, den einen oder mehrere kleinere Standorte unter Einbezug der Eltern neu zu diskutieren.

Prayon konterte, er habe den Rat bereits vor einem Jahr nach besseren Alterativen gefragt: „Wenn ich eine der Familien wäre, die dringend auf einen Platz warten, während wir Monate ins Land ziehen lassen, würde ich mich unglaublich hinters Licht geführt fühlen.“ Andreas Beier (SPD) stimmte zu: „Ich möchte den Kindergarten noch selbst einweihen und nicht etwas für meine Ur-Ur-Ur-Enkel planen.“ Die Fakten lägen klar auf dem Tisch, betonte Dieter Walch (CDU), während sich die Freien Wähler ebenso wie Klaus Fingerhut und die Grünen für eine differenziertere Betrachtung aussprachen: „Es sind dieselben Eltern, die sich um den Hochwasserschutz und die Flussauen Sorgen machen.“ Noch seien diverse Dinge nicht abgearbeitet, es habe keine wirkliche Untersuchung gegeben und es gäbe Alternativstandorte, etwa im Bauerwartungsland südlich der Wilferdinger Billäcker oder dem alten Singener Rathaus.

Schlussendlich stimmten 16 Räte inklusive Bürgermeister für den Standort „Im Bruch“, BL (drei Räte) und Grüne (vier Räte) dagegen. 14 Räte stimmten für ein entsprechendes Vergabeverfahren der Architektenleistungen – BL, Grüne sowie Martin Rothweiler und Sascha Rebmann (Freie Wähler) dagegen.

jza

Mehrheitlich beschlossene Sache ist nach langer Diskussion das Gebiet „Im Bruch“ am Wilferdinger Pfinzufer als Standort für einen geplanten Kindergartenneubau für 99 Kinder. Foto: Zachmann

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Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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