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07. Februar 2020

Remchinger Rathaus-Herz pocht ab sofort an Neuer Ortsmitte

Nach scharfer Kritik während Bauphase überwiegt die Freude bei Rathaus-Eröffnung


Ein Glas Sekt und eine Brezel bekommt man nicht alle Tage angeboten, wenn man seinen Ausweis verlängern lassen will – Thea Stärk aus Singen hat ihren Behördengang aber auch auf ein geradezu historisches Datum gelegt: Sechs Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates und gut dreieinhalb nach dem Spatenstich an der Neuen Ortsmitte hat am Dienstagmorgen die Gemeindeverwaltung im neuen zentralen Remchinger Rathaus ihre Arbeit aufgenommen.

„Das sieht sehr großzügig aus, hell und gelungen – gut, dass jetzt alles unter einem Dach zusammen ist“, stellt die Singenerin fest, als sie durch die barrierefreien Automatiktüren kommt und an der markanten Dämmbeton-Fassade zu den drei Obergeschossen blickt, die per Aufzug oder holzverkleideten Treppen erreichbar sind. Ihr Weg führt direkt ins Bürgerbüro im Foyer, das in Kürze noch mit einer Empfangs-Infotheke ausgestattet wird. Im ersten Obergeschoss sitzt das Bau- und Standesamt mit Trausaal, darüber das Rechnungsamt mit Ratssaal und ganz oben das Haupt- und Bürgermeisteramt mit Galerie des Ratssaals. Hinzu kommen demnächst jeweils die separat zugänglichen Fremdvermietungsbereiche für Polizeiposten, Gemeinde-Bücherei und Pflegestützpunkt, während im Erdgeschoss seit Sommer der Zapfhahn im Brauhaus kaum stillsteht.

Zwar bleibt die Zahl der leer getrunkenen Sekt- und Saftgläser im Foyer überschaubar, vorbeigeschaut hätten aber einige Remchinger, mal aus Neugierde, mal mit den alltäglichen Anliegen, freut sich Heike Nabinger mit Blick auf eine auf dem Bürgerbüro-Tisch emporsprießende rote Blume, die der SPD-Ortsverband zum Einzug vorbeigebracht habe: „Wir haben schon wieder ganz normal gearbeitet – mit kleinen, aber nicht unlösbaren technischen Schwierigkeiten, bis man sich eingewöhnt hat.“ Die Freude über die modernen, jetzt auch wieder den Brandschutz- und Arbeitsplatzstandards entsprechenden Räume überwiegt auch bei Hauptamtsmitarbeiter Frank Reichert: „Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen – jetzt hat Remchingen ein richtiges Rathaus!“

Dass sein Bürokollege Bernd Nebel erleichtert und zufrieden gegen Nachmittag endlich auch seine Kartons auspacken kann, ist ein gutes Zeichen: Das ganze Wochenende über war er zusammen mit EDV-Dienstleister Norbert Dregger damit beschäftigt, die Computer und Telefone der fast 50 Arbeitsplätze anzuschließen und die beiden Server der alten Häuser auf den neuen zu legen – schließlich funktioniert ohne Anschluss heutzutage gar nicht mehr.

Dennoch hat auch das Papier seinen festen Platz im Rathaus: Ganze 1.100 Umzugskartons hatten Hauptamtsleiterin Carmen Kramer und der stellvertretende Bauamtsleiter Benjamin Jöst geordert, die mit Bauamtsleiter Markkus Becker am Wochenende selbst noch Hand an die Möbel gelegt hatten: „Am Ende mussten wir trotz Aussortierens nicht mehr benötigter Dinge einen Teil der bereits aus Singen umgezogenen Kartons tatsächlich ein zweites Mal befüllen“, berichtet Kramer von dem dreitägigen Großaufgebot, das Dank guter Planung reibungslos geklappt hat: „Jetzt kommt die Freude auf!“

In den alten Rathäusern, über deren Zukunft der Gemeinderat noch entscheiden muss, hat derweil Integrationsmanager Matthias Lajer das Licht ausgemacht: Seine Sprechstunde verbrachte er am Dienstag als Letzter noch im alten Wilferdinger Rathaus, wohin sich außer seinen Kunden nur ein Bürger verirrt hatte, der den Umzug noch nicht auf dem Schirm hatte. Jetzt pocht das Herz der Gemeinde an der Neuen Ortsmitte: „Toll, dass sich dieses Gebäude mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten mit Leben füllt, an dessen Entstehung man so lange mitgerabietet hat“, freuten sich Jöst und Becker, „Jetzt sind wir trotz aller Schwierigkeiten fertig mit dem Bau und die Ortsmitte wird richtig zum Leben erweckt.“

Immer wieder hatte die Entscheidung für ein Rathaus in dieser Größe und an diesen Standort für Kritik in der Bevölkerung gesorgt – insbesondere aus Reihen der dazu gegründeten Bürgerinitiative und bei Altbürgermeister Wolfgang Oechsle, der die Kosten des in einer kleinen Variante ohne Fremdvermietung und Tiefgarage zunächst für rund 8 Millionen Euro besprochenen und dann in dieser Variante für 13,8 Millionen geplanten Bauwerks auf gute 20 Millionen schätzte. In der Endphase rechnet die Gemeinde jetzt mit rund 16 Millionen Euro.

Die feierliche Eröffnung mit Tag der offenen Tür findet am Sonntag, 15. März, von 14 bis 18 Uhr statt.

jza

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Das neu gebaute Rathaus in der Remchinger Ortsmitte. Foto: Zachmann

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