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02. Januar 2019

Trinkwasserversorgung am Remchinger Sperlingshof ausgefallen

Leitungsbau könnte sechsstellige Summe kosten – Sperlingshof startet Spendenaufruf


Schock im Remchinger Sperlingshof: Kurz vor Weihnachten ist die Trinkwasserversorgung auf dem Gelände des gut anderthalb Kilometer vom Ortsrand entfernten Kinder- und Jugendhilfezentrums ausgefallen. Bisher sorgte dort ein eigener Brunnen für sauberes Wasser, doch seit Mittwoch der vergangenen Woche fließt aus ihm nur noch eine trübe Brühe, die laut Untersuchungen des Gesundheitsamts nicht mehr als Trinkwasser verwendbar ist. Eine mögliche Ursache könnte die lange Trockenheit im Sommer und infolgedessen ein gesunkener Grundwasserspiegel und Einschwemmungen in den Brunnen sein.

„Für uns ist das ein enormes Problem, das noch schlimmer wird, wenn der Brunnen für die Zukunft komplett ausfällt“, bringt es der neue Sperlingshofleiter Raimund Schmidt auf den Punkt. Während das Hausmeisterteam das in der Küche benötigte Trinkwasser für die momentan 60 jungen Bewohner und rund 100 Mitarbeiter provisorisch in Fässern vom Bauhof der Gemeinde Remchingen holt, müssen die Sperlingshof-Jungs zurzeit zur Ersinger Turnhalle fahren, um sich dort in den Gemeinschaftsduschen waschen zu können. Eine Notlösung, die für die oft schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen äußerst unbefriedigend ist. Für die Klospülung reiche zurzeit noch das restliche Brunnenwasser im Sperlingshof-Hochbehälter – doch auch nicht mehr lange: „Dann müssten wir aus Regentonnen schöpfen.“ Da sich keine Besserung abzeichnet, ist ein Unternehmen zusammen mit dem Bauhof bereits dabei, eine provisorische oberirdische Trinkwasserleitung vom Wilferdinger Ortsrand aufzubauen, was den Sperlingshof bereits mehrere tausend Euro kosten wird – allerdings auch nur als Notlösung, die so lange fließt, bis das Wasser an eisigen Tagen gefriert.

Eine Spezialfirma habe den Brunnen bereits mit einer Kamera untersucht, doch immer mehr deutet darauf hin, dass er in Zukunft den Sperlingshof sowie zwei, drei benachbarte Wohn- und Firmengebäude nicht weiter versorgen kann. Selbst wenn der Schaden noch einmal behoben werden könnte, wird es im Zuge von Klimawandel und anhaltenden Trockenzeiten immer wieder zu solchen Problemen kommen – was früher oder später bedeutet, dass eine unterirdische Wasserleitung entlang der B10 gelegt werden muss. Ein bestehendes Leerrohr an der bereits vor zwei Jahren aufgrund einer Sanierung aufgegrabenen B10 und dem parallel verlaufenden Radweg reicht Fachleuten zufolge nicht aus – es muss komplett neu gebuddelt werden. Aufgrund der Entfernung würde das locker Kosten im sechsstelligen Bereich verursachen – woran Raimund Schmidt am liebsten gar nicht denken will: „Wir hatten 2018 kein besonders gutes Geschäftsjahr und sind für fast alle Bereiche versichert, aber nicht gegen diesen Fall.“

Deshalb hoffe er nun dringend auf Spenden. Denn wie Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon auf Anfrage bestätigte, müssen die Kosten eines solchen Anschlusses laut Satzung die Eigentümer selbst tragen: „Natürlich ist die Gemeinde für ihre Einwohne und sozialen Einrichtungen da – deshalb schauen wir zuerst gemeinsam, wie es um den Brunnen steht, ob man einen Wasseranschluss braucht, wo und zu welchen Kosten sich dieser realisieren lässt.“ Dann gehe es darum, wer die Kosten wie tragen kann. So oder so werden auf den Sperlingshof alleine für die derzeitige Notversorgung hohe Summen zukommen, weshalb bereits ein Spendenkonto unter dem Stichwort „Krise Wasserversorgung Sperlingshof“ eingerichtet ist. Schon jetzt bedankte sich Schmidt für ein Entgegenkommen der Firmen Rothmund bei Kranarbeiten an der Pumpe, bei der Birkenfelder Wäscherei CWS-boco sowie bei der Gemeinde Kämpfelbach für die kostenlose Duschmöglichkeit.

Spendeninteressierte können sich direkt an den Sperlingshof wenden oder finden die Spendenkonten auf der Homepage www.sperlingshof.de.

jza

Seit über einer Woche fließt aus dem Brunnen des Remchinger Sperlingshofs kein sauberes Trinkwasser mehr – aufgrund der zu erwartenden Kosten für einen Leitungsbau hoffen die Bewohner und Mitarbeiter auf Spenden. Foto: Sperlingshof, Archiv

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Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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