24. Mai 2023

Vielfältige Angebote reichen weit über Altenpflege hinaus

Remchingen feiert 150 Jahre kirchlich-diakonische Arbeit und 30 Jahre Diakoniestation


Im Jahr 1873 hatte sich in Singen der Frauenverein zur Armen- und Krankenfürsorge gegründet und damit den Beginn gesetzt für die kirchlich-diakonische Kranken- und Altenpflege in Remchingen. Mit vielfältigen Angeboten wäre diese heute nicht mehr wegzudenken, wie ein Jubiläumsgottesdienst am Sonntagmorgen in der Wilferdinger Christuskirche zeigte. „Frauen waren es, die die Not erkannt und angepackt haben – diesen Einsatz erleben wir bis zum heutigen Tag. Aus kleinen Anfängen ist ein großes Werk gewachsen“, verdeutlichte Karl-Heinz-Stengel, Vorsitzender der Remchinger Diakoniestation, die zeitgleich ihren 30. Geburtstag feiert. „Gott hat uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind“, blickte Stengel auf den Predigtvers. Umrahmt von den vier Remchinger Posaunenchören führte der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein das Wort Diakonie zurück auf das Dienen als ein Lebenswerk von Jesus: „Das Wesen des christlichen Glaubens ist die Diakonie.“

Gab es vor gut 50 Jahren in jedem Ortsteil gerade mal eine Gemeindekrankenschwester aus Rüppurr als unverzichtbare Anlaufstelle, so folgte in den Neunzigerjahren eine fortan rasante Entwicklung. Zwar gab es bereits die 1979 gegründete Diakoniestation Keltern-Remchingen – der Wegfall nachbarschaftlicher und familiärer Strukturen, gesellschaftliche Veränderungen und neue soziale Sicherungssysteme hätten die Kirchengemeinden jedoch veranlasst, neu über die Arbeit mit älteren Menschen nachzudenken, erinnerte sich Stengel. Im Mai 1993 gründeten die drei evangelischen Kirchengemeinden Wilferdingen, Singen und Nöttingen den Verein Diakoniestation Remchingen e.V., um fortan für alle in Remchingen, unabhängig von Herkunft oder Religion, da zu sein.

2022 kümmerten sich ganze 89 Mitarbeiterinnen und 73 Nachbarschaftshelfer um die Pflege von 586 Personen aus der Gemeinde: „Ein Großteil der Menschen kann dadurch auch im hohen Alter weiterhin zu Hause betreut werden“, unterstrich Stengel, blickte aber auch auf das immer breitere Spektrum der Arbeit vor Ort: So betreibt die Station seit Jahren einen Tafelladen und zwei Kleiderstuben, investiert in musikalische Angebote sowie Treffpunkte und baut nach der Demenz-WG momentan zwei weitere Wohngemeinschaften für Menschen mit Unterstützungsbedarf und Behinderung – insbesondere von jungen Erwachsenen gibt es für die voraussichtlich im Frühjahr 2024 fertigen Plätze schon konkrete Anfragen.

Zu den entscheidenden Faktoren zählte Stengel dabei den bewusst biblischen Auftrag, den tatkräftigen, engagierten Einsatz der Mitarbeiter und 140 Ehrenamtlichen, aber auch viele unverzichtbare Freunde, Förderer und Sponsoren der diakonischen Arbeit sowie das gute Miteinander mit der Kommune. „Wir haben hier eine quicklebendige, dynamische Diakonie – der Glaube fließt über in die Liebe“, freute sich Dekan Christoph Glimpel in seinem Grußwort und dankte dem gesamten Team um den rührigen ehrenamtlichen Vorsitzenden.

jza

Dankbar zurück und nach vorne blickte Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein (von links), der Diakoniestationsvorsitzende Karl-Heinz Stengel, Dekan Christoph Glimpel und Pfarrer i.R. Hans-Martin Griesinger. Foto: Zachmann

Dankbar zurück und nach vorne blickte der Vorsitzende der Remchinger Diakoniestation Karl-Heinz Stengel beim Jubiläumsgottesdienst. Foto: Zachmann

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