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04. Februar 2019

Wilferdinger Gesangverein existiert weiter

Erforderliche Mehrheit für Auflösung nicht erreicht / Oechsle kämpft für Neuanfang


Das letzte Liedlein ist doch nicht verklungen beim Gesangverein Wilferdingen: Er existiert weiter – zumindest auf dem Papier. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten von 31 Anwesenden zwar 17 für eine Auflösung, zehn dagegen und vier enthielten sich – für die laut Satzung erforderliche Dreiviertelmehrheit hätten es zur Auflösung aber mindestens 23 Stimmen sein müssen.

Wie berichtet hatten die 20 verbliebenen aktiven Kehlen, im Schnitt 75 Jahre alt, angesichts des fehlenden Nachwuchses und angesichts immer weniger Reserven auf dem Dirigenten- und Notenkonto und roter Zahlen trotz gutem Besuch bei der Weihnachtsfeier 2018 in der Kulturhalle beschlossen, statt einem „Weiter so bis es nicht mehr geht” mit der aktiven Chorarbeit aufzuhören. Unabhängig vom familiär bedingten plötzlichen Wegzug der langjährigen Chorleiterin im Sommer habe man sich solche Gedanken gemacht, begründete Heinz Nesselbosch zu Beginn der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Daher stellte er zusammen mit seiner Vorsitzenden-Kollegin Margareta Heinze die Frage zur Auflösung des gesamten Vereins.

Die Stimmzettel lagen schon auf dem Tisch, da bat Altbürgermeister und Vereinsmitglied Wolfgang Oechsle um das Wort und brach in einer engagierten Rede eine Lanze für den Fortbestand des 1899 gegründeten Traditionsvereins: „Es gibt viele Chöre, die auch nicht stärker sind und trotzdem weitermachen”, verdeutlichte Oechsle mit einem ganzen Stapel von Zeitungsausschnitten und zeigte zur historischen Vereinsfahne: „In Freud und Leid zum Lied bereit, dem sollten wir so lange wie möglich entsprechen.” Vereine als Anlaufstation für ältere Generationen seien ebenso wichtig wie solche für die jungen, für die man ja einen weiteren Chor gründen könne.

„Wenn man so viele arme Zeiten überlebt hat, darf es heutzutage am Geld nicht fehlen”, verdeutlichte Oechsle außerdem und ging so weit, dass er im Falle eines Weitersingens mit einem Freundeskreis die nicht unerheblichen Dirigentenkosten übernehme. Auch am Ort fehle es nicht: Der Verein könne wieder Leben in die Alte Kirche bringen, deren Trägervereins-Ehrenvorsitzender Oechsle ist und in deren Obergeschoss sich die Chorstube befindet.

Auch ohne regelmäßig aktiven Chor könne man einen Projektchor gründen oder zum Gemeinschaftssingen mit den Besuchern einladen und daraus neue Stimmen gewinnen: „Es ist zumindest eine Chance”, betonte Oechsle und wehrte sich dagegen, dass der Verein nach nicht erfolgter Auflösung vor sich hin ruhen soll, nachdem die Versammlung auf Antrag von Bernd Kröner den – nach wie vor zuständigen – Vorstand um die beiden Vorsitzenden, Schriftführerin Marianne Baran, Kassier Hans-Dieter Hauler und die Beisitzer einstimmig entlastete und mit einer Enthaltung während der Ruhezeit den Mitgliedsbeitrag aussetzte.

Vielleicht erwacht der Verein früher als gedacht aus seinem Schlaf: Aus der nicht erfolgten Auflösung schöpfte die Vorsitzende Margarete Heinze neue Hoffnung. Der Vorstand treffe sich nächste Woche und berate über die Ideen. Nachdem Heinze bei der Weihnachtsfeier zu Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei” mit einer fröhlichen Schar Kinder das Wellholz schwang, habe sich die Leiterin der ehemaligen „Goldstadtspatzen” gemeldet und ihr Interesse bekundet, sofern Kinder da seien, ehrenamtlich in die Chorarbeit einzusteigen. Auch Marianne Baran unterstrich am Ende der Sitzung, dass ein Neuanfang einzig und allein von Interessierten abhänge: „Es mangelt an Sängerinnen und Sängern. Ob die alt sind oder jung, spielt keine Rolle: Hauptsache, sie können singen.”

jza

ZUM WEITERMACHEN motivierte Altbürgermeister Wolfgang Oechsle (links) den Wilferdinger Gesangverein, hier bei der Abgabe seines Stimmzettels mit den beiden Vorsitzenden Margareta Heinze und Heinz Nesselbosch. Foto: Zachmann

Die Vorsitzenden des Gesangvereins Margareta Heinze und Heinz Nesselbosch (links) sowie Kassier Hans-Dieter Hauler beim Auszählen der Stimmen. Foto: Zachmann

AUCH WENN DIE AKTIVE CHORARBEIT seit der Weihnachtsfeier 2018 ruht, existiert der Wilferdinger Gesangverein weiter, es kam nicht zur erforderlichen Mehrheit für eine Auflösung. Foto: Zachmann

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