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09. Juni 2019

Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“

Chancen und Ziele durch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen


In dieser Beitragsstrecke stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen den Aktionsplan sowie die einzelnen Maßnahmen der "Kinderfreundlichen Kommune" vor.

Remchingen bietet mit seinen rund 12.000 Einwohnern die idealen Voraussetzungen für eine kinderfreundliche Kommune. Zentral gelegen zwischen Karlsruhe und Pforzheim verfügt sie über ein gut ausgebautes, überregionales Verkehrsnetz sowie eine florierende Wirtschaftsstruktur. Vorbildlich sind die öffentlichen Einrichtungen, dazu gehört das Freibad, ein Hallenbad, ein Altenheim, sowie die sehr gut frequentierte Kulturhalle. Das vielseitige Vereinsleben und Freizeitangebot bietet Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Interessen jeder Altersgruppe. Hierzu zählen auch zwei kommunale Jugendtreffs.

Hervorragend ausgebaut ist das Schulwesen in der Gemeinde. So wurde in den letzten Jahren viel Engagement in Kinderbetreuung, Schulen sowie Sozialarbeit investiert. Remchingen bietet mehrere Kindertagesstätten, Kindergärten, ein breit gefächertes Schulwesen mit Grundschulen, Gymnasium, Realschule sowie einer Haupt- und Werkrealschule. Beste Entwicklungsmöglichkeiten für die Herausforderungen einer kinderfreundlichen Kommune ergeben sich durch ein starkes bürgerschaftliches Engagement sowie eine gut vernetzte Kinder- und Jugendarbeit. Zudem gehört Remchingen zu den kleinsten Kommunen, die sich freiwillig den internationalen Standards der Child Friendly Cities Initiative stellt. Im Jahr 2015 wurde die Vereinbarung mit dem Verein Kinderfreundliche Kommune e.V. geschlossen. Mit etwa 2200 Kindern und Jugendlichen liegt die Gemeinde über dem Landes- und Bundesdurchschnitt der unter 18-Jährigen.


Hoher Handlungsbedarf bei der Umsetzung ergab sich aus der Tatsache, dass für eine verbindliche Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention bisher eine ressortübergreifende Zusammenarbeit bei der Durchsetzung der Interessen von Kindern und Jugendlichen sowie geeignete Beteiligungsmöglichkeiten gefehlt haben – diese hatten die Schüler aufgrund einer Fragebogenaktion angemahnt. Die Punkte wurden bei der Erarbeitung des Aktionsplanes aufgearbeitet und berücksichtigt. 



Innerhalb eines Jahres wurde ein vorbildlicher Aktionsplan mit Kindern und Jugendlichen erstellt, die mit Spaß und Ehrgeiz mitmachten. Schließlich hat der Gemeinderat im April 2017 dem ausgearbeiteten Aktionsplan zum Projekt zugestimmt. Dieser soll im Laufe der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. Die Arbeit hat sich gelohnt: Remchingen erhielt –als zweite Gemeinde in Baden-Württemberg – in einer feierlichen Übergabe das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ verliehen. Als Motto für die zukunftsweisende Initiative hat Remchingen den Leitsatz von UNICEF „Für jedes Kind“ übernommen.

Der Verein Kinderfreundliche Kommune e.V. wurde 2012 gegründet, um Kinder in ihren Rechten zu unterstützen und die teilnehmenden Städte und Gemeinde bei der Umsetzung zu begleiten, Grundlage ist die bestehende UN-Kinderrechtskonvention. Träger des Vereins ist das Deutsche Komitee für UNICEF sowie das Deutsche Kinderhilfswerk e.V.Die Aktion „Kinderfreundliche Kommune“ ist in 4 Schwerpunkte gegliedert, die die Rechte  – aber auch daraus resultierende Pflichten - sowie Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stärkt und festlegt.

Punkt 1: Kindeswohl hat Vorrang
Das Kindeswohl muss auf politischer und gesundheitlicher Ebene sowie bei allen Lebensbedingungen im Alltag geachtet werden. Dazu gehören auch der Schutz vor Gewalt sowie ausreichende Freizeitmöglichkeiten. Bei wichtigen Entscheidungen in der Kommune werden die Interessen junger Menschen nach Abwägung sämtlicher Kriterien vorrangig behandelt.

Punkt 2: Schaffung von Rahmenbedingungen

Dazu gehören die Veröffentlichung und Bekanntgabe von Anlaufstellen, an den sich die Kinder und Jugendlichen wenden können. Dabei können die Kommunen zum Beispiel ein Kinder- und Jugendbüro einrichten oder einen Beauftragten bzw. eine Beauftragte ernennen. Ombudsstellen helfen unterstützend bei der Durchsetzung der Rechte.

Punkt 3: Beteiligung ermöglichen und fördern
Hier schafft die Kommune diverse Beteiligungsmöglichkeiten, denn junge Menschen möchten bei der Gestaltung ihrer Zukunft mitarbeiten, zum Beispiel in Jugendparlamenten oder ähnlichen Gremien. Hierfür stehen speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Verfügung.

Punkt 4: Bereitstellen von Informationen

Regelmäßig erscheinen aktuelle Berichte. Dabei erfahren Kinder und ihre Familien Wichtiges über Beratungsmöglichkeiten, Unterstützungen in besonderen Lebenssituationen und Anlaufstellen zu informieren.

Die „Kinderfreundliche Kommune“ ist in 13 Maßnahmen gegliedert, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden:

Maßnahme 1 - Einrichtung einer Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe tagt zweimal im Jahr. Hier wird über abgeschlossene, aktuelle oder geplante Projekte informiert. Die Steuerungsgruppe besteht aus Mitarbeitern der Verwaltung, den Leitungen der kommunalen Kindergärten, Schulsozialarbeitern und Gemeinderäten sowie einem Mitarbeiter des Landkreises. Während der Vorbereitungsphase gab die Steuerungsgruppe entscheidende Ideen zur Beteiligung von Kindern in neu zu bildenden Arbeitsgruppen. Die komplexe Größe der Gemeindeverwaltung ermöglichte eine effiziente Zusammenarbeit.

In der neu gebildeten Arbeitsgruppe wird ein stimmiges Konzept für ein Familien-, Kinder und Jugendbüro entwickelt. Bei Kuratoriumssitzungen und Treffen der Leiterinnen aller Kindergärten - sowohl kirchliche als auch kommunale - wird die Koordinationsstelle mittlerweile ebenfalls beteiligt.Eine ausführliche Informationsbroschüre über die Remchinger Kindergärten wird veröffentlicht. Neben wertvollen Informationen enthält das Heft liebevoll gestaltete Zeichnungen der Kleinsten zu Kinderrechten.

abl

Remchingen ist prima ...

Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

... das ist die Überzeugung der Betriebe und Organisationen, die dieses Informationsportal tragen. Ausgehend von einem dringenden Informationsbedürfnis über die Verkehrssituation in und um Remchingen während einer mehrmonatigen Bauphase an der B10 hat sich eine Initiative gebildet, die alle Anwohner und Besucher Remchingens nachhaltig und dauerhaft mit Informationen versorgen will. Dazu gehört:

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