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21. März 2020

Corona: Remchinger Unternehmen empfindlich getroffen

Die Krise macht auch vor den örtlichen Betrieben nicht halt.


Manche Geschäfte müssen schließen, andere Betriebe dürfen öffnen - wenn auch unter strengen Auflagen und Supermärkte oder Apotheken können jetzt auch sonntags öffnen. Die Coronakrise trifft die Remchinger Unternehmen unterschiedlich. Deshalb hat sich die Redaktion von Remchingen-prima umgehört und einige Stimmen eingeholt:

Schuh-Farr: Das Schuhgeschäft ist momentan komplett geschlossen, die Reinigungsannahme wird weiterhin angeboten und Kunden erhalten eine ausführliche telefonische Beratung für ihre Anliegen. „Unser Blick geht zum Horizont und wir überlegen, wie es danach weitergeht“, so Volker Tornow. Er wünscht sich möglichst unbürokratische Finanzhilfen in dieser unklaren Situation.

Dagegen sieht es bei der Apotheke Melder anders aus. Herr Melder spricht von einer „deutlich erhöhten Frequenz und deutlich mehr Arbeit“. Die Kunden kaufen momentan mehr Medikamente ein. Zum Schutz wird die Arbeitsfläche mehrmals täglich desinfiziert und die Anzahl der Kunden in der Apotheke begrenzt. Die rasant gestiegene Nachfrage macht eine ausreichende Bevorratung gegenwärtig nicht möglich.

Jochen Martin vom Brauhaus 2.0 bezeichnet die Gesamtlage als „katastrophal“. Der Umsatz ist massiv eingebrochen, einige Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. In der Gaststätte herrscht gähnende Leere trotz umgesetzter Hygienemaßnahmen. Zusätzlich bietet das Brauhaus 2.0 Essen außer Haus mit kontaktloser Zahlung an und möchte einen Lieferdienst ausbauen. Er bemängelt das Prozedere bei der Beantragung staatlicher Hilfen. (Das Interview wurde vor der weitergehenden Betriebsbeschränkung für die Gastronomie geführt)

Auch Frau Casper von LiteraDur nennt die aktuelle Situation „katastrophal - kein Publikum, kein Umsatz. Der Laden ist komplett geschlossen. Kunden können die Bücher telefonisch bestellen und bekommen sie mit dem Lieferdienst vor die Haustüre gebracht.

Als „fatal“ werden die Auswirkungen auch bei der Farr Wohnwelt bezeichnet. Das Möbelhaus hat ebenfalls geschlossen. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht, wir haben Kurzarbeit angemeldet“, so die Geschäftsführerin Christa Müller. Hygienische Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen. Die verbleibenden Mitarbeiter im Büro arbeiten derzeit im Schichtbetrieb, um die Anzahl der anwesenden Personen zu minimieren.

Ebenfalls „sehr schlecht“ ist die Lage in der Pizzeria Rössle. Vor allem Stammgäste nutzen derzeit das Außer-Haus-Geschäft. Die Betreiber planen eine vorgezogene Öffnung der Sommerterrasse und möchten zusätzlich an Sonntagen Kaffee und Kuchen anbieten. Außerdem soll der Verkauf von Panzerotti gestartet werden. Gabriella Cosma hat einen Teil des Personals nach Hause geschickt. Sie bemängelt, dass die Hürden für finanzielle Hilfen zu hoch seien: „Keiner weiß Bescheid“, bemängelt sie. (Das Interview wurde vor der weitergehenden Betriebsbeschränkung für die Gastronomie geführt)

Bei der Karl Casper Guss in Nöttingen sind die endgültigen Auswirkungen noch nicht absehbar. Große Firmenkunden schließen jetzt erst mal für drei Wochen. Im Betrieb wurden Hygienemaßnahmen für alle Mitarbeiter umgesetzt. Felix Casper wünscht sich schnelle staatliche Unterstützung, zum Beispiel durch Kredite. Die allgemeine Situation sieht er als „absolut katastrophal“ an.

Beim Verlagshaus Klotz können die Reisen im Zeitraum der Krise leider nicht stattfinden. Die weitere Reiseplanung läuft aber wie gewohnt. Das kulturelle Geschäft ruht, der Betrieb ist eingeschränkt. „Strategien werden entwickelt, laufende Projekte überdacht, was ist möglich, was nicht“, erklärt Jeff Klotz. „Wir befinden uns in einem Prozess der Umstellung“. Er rechnet damit, dass die aktuellen Verhältnisse länger andauern. Der Betrieb wurde auf Logistik und Versorgung umgestellt, Essen wird im Umkreis Enzkreis/Pforzheim/Kreis Karlsruhe ausgeliefert. 


abl

Fotos: Matthias Käser

Remchingen ist prima ...

Grußwort Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

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