Angebote der Remchinger Diakoniestation stehen weiter hoch im Kurs

„Wenn man ein spanendes Aufgabenfeld sucht, darf man zur Remchinger Diakoniestation kommen“, stellte am Dienstagabend der ehrenamtliche Vorsitzende Karl-Heinz Stengel mit Blick auf immer wieder neue Herausforderungen und Tätigkeitsbereiche fest, denen sich die Station stellt. Dass diese mittlerweile weit über die klassische Alten- und Krankenpflege reichen, verdeutlichte die Kuratoriumssitzung mit Vertretern der mittlerweile fusionierten evangelischen Kirchengemeinde Remchingen als Träger der Station und der Kommune.

Stengel blickte auf 660 betreuten Kunden in Remchingen – etwa die Hälfte davon mit regelmäßigem Pflegebedarf. So gibt es täglich fast 300 Pflegeeinsätze, koordiniert von der neuen Pflegedienstleiterin Katharina Ratzel und ihrem Team. Erfreulicherweise habe die Station im vergangenen Jahr für offene Stellen einige neue Mitarbeiter gewinnen können. Die Wohngemeinschaften für Senioren, Menschen mit Behinderung und mit Demenz in Wilferdingen und Nöttingen haben dazu beigetragen, dass die Station mittlerweile 100 Mitarbeitende beschäftigt, verteilt auf etwa 50 Vollzeitstellen. Hinzu kommen rund 50 Nachbarschaftshelfer und fast 100 Ehrenamtliche, die sich um Betreuungsangebote, den Tafelladen und die Kleiderstuben oder die Veeh-Harfen-Arbeit kommen. Während sich die Remchinger Vesperkirche fest etabliert hat, suchte die Station trotz guter Erfahrungen in den Vorjahren vergeblich nach einer Person für den Freiwilligendienst. Viele Interessierte seien noch nicht volljährig und hätten daher noch keinen Führerschein.

„Auch auf 2025 blicken wir dankbar und staunend zurück – anders können wir es nicht ausdrücken“, stellte Stengel angesichts des vielfältigen Engagements und der hohen Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung fest. Im Jahr 2025 waren es insbesondere Spende in Höhe von 150.000 Euro, die für einen positiven Jahresabschluss sorgten. Den Abschluss nahm das Kuratorium einstimmig entgegen. „Die Ergebnisse sprechen für sich“, freute sich Bürgermeisterin Julia Wieland, „Aber auch abseits der Zahlen leistet ihr eine wichtige, wertvolle und tolle Arbeit in unserer Gemeinde.“ Und bald auch darüber hinaus: Zum Mai 2027 ist der Bezug der im Neubau befindlichen 29 betreuten Wohnungen in Kleinsteinbach geplant, deren Betreuung wie berichtet die Remchinger Station übernehmen wird.

Im Anschluss wählte die Mitgliederversammlung einstimmig und mit viel Lob Stengel nach 33 Jahren erneut zum Vorsitzenden der Station und bestätigte ebenso seine Stellvertreter Tomislav Glavas, Michael Wangner sowie Pfarrer Rudolf Kaltenbach.

jza

Über einen positiven Rückhalt aus der Bevölkerung freut sich das Kuratorium der Remchinger Diakoniestation um den ehrenamtlichen Vorsitzenden Karl-Heinz Stengel (links). Foto: Zachmann
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