Beim Ochsenfest der Remchinger Feuerwehr geht es hoch hinaus
Eine wackelige Angelegenheit war das diesjährige Ochsenfest der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen Abteilung Nord. Wackelig war zwar weder das Festzelt, das ab Samstagnachmittag immer wieder gut gefüllt war, noch der stattliche Ochse am Spieß, der ab dem frühen Sonntagmorgen seine Runden über dem Feuer drehte und zum Nachmittag hin ziemlich ausgedünnt war – sondern vielmehr ein heiterer Wettbewerb, zu dem die Kameraden aufgerufen hatten. Dabei mussten Vereine oder Gruppen innerhalb von fünf Minuten so viele Getränkekisten in die Höhe stapeln wie möglich – aus eigener Kraft durch seitliches Hochklettern an die Kisten. Für die Sicherung sorgten ein von einem Entsorgungsunternehmen zur Verfügung gestellter Kran und die Absturzsicherungstruppen der beiden Remchinger Feuerwehrabteilungen.
„Damit wollen wir in erster Linie für Spaß sorgen – aber auch die Vielfalt der Aufgaben der Feuerwehr zeigen“, verdeutlichte Jugendleiterin Stephanie Dörre. Vor allem zur Eigensicherung bei gefährlichen Einsätzen, beispielsweise in einem Schacht oder an einem Hang, hat die Remchinger Wehr ausgebildete Sicherungstrupps. Bei größeren Einsätzen unterstützen spezielle Trupps aus der Region. Mit 17 Kisten und ganz ohne Höhenangst vorgelegt hatte Joffrey Bolz. „Im Miteinander der Vereine sind wir gerne mit dabei“, freute sich der Vize des Remchinger Musikvereins, der auch am 30. April das Maibaumstellen der Feuerwehr an der Neuen Ortsmitte begleitet und selbst bei seinem Musikfest am 9. Mai einen Nagelwettbewerb ausrichtet.
Der Verein sicherte sich schließlich den zweiten Platz – zusammen mit dem Pyramidalen Kleinkunstverein Karlsruhe, der das Turmbauen mit akrobatischem Geschick bewältigte. Auf Platz eins mit 19 gestapelten Kisten landete die Freiwillige Feuerwehr Huchenfeld. Sie punktete ebenso wie andere Wehren mit strategischer Koordination. „Der Austausch der Rettungsorganisationen untereinander ist sehr wichtig“, stellte Torsten Frommer von der DLRG Mönsheim fest, die in Remchingen unter anderem die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr mit ihrer Drohneneinheit zur Personensuche unterstützt hatte.
jza



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