Eltern monieren Essensangebot und Kita-Kosten
„Teurer und weniger Bio“: Nachdem ein Vater des kommunalen Kindergartens Mosaik in Singen bei der vergangenen Remchinger Ratssitzung im Dezember das neue Remchinger Mensakonzept moniert hatte und nach der Beteiligung der Eltern fragte, antwortete Bürgermeisterin Julia Wieland nun, dass es bereits im Oktober 2022 einen runden Tisch mit Eltern zwar verstärkt aus dem Schul-, aber auch aus dem Kitabereich gegeben habe. Das neue Mensakonzept, mit dem alle Schulen und kommunalen Kitas seit Januar vom neuen Campus in Wilferdingen aus versorgt werden, sei nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erstellt und beinhalte 30 Prozent Frisch- und 20 Prozent Bioware. Dass Remchingen Kinderfreundliche Kommune sei, habe mit Kinderrechten, nicht mit Kosten der Essensversorgung zu tun, die noch dazu im Enzkreisvergleich nicht besonders teuer seien. Zudem trage die Gemeinde die Personal- und Betriebskosten der Essensversorgung.
Daraufhin meldeten sich drei andere Eltern aus Singen aus dem Zuhörerbereich zu Wort. Ein Vater von drei Kinder bemängelte eine geringe Essenauswahl von nur noch zwei anstatt ihm zufolge bisher acht Gerichten am Gymnasium. In der Krippe koste ein Essen 4,74 Euro – am Gymnasium 5,24 Euro, was er für unverhältnismäßig halte. Über monatlich 800 Euro Betreuungs- und Mittagessensgebühr inklusive Essensversorgung für zwei Kinder klagte eine Mutter: „Für eine Familie, die vielleicht noch ein Haus sucht, ist das verdammt schwierig.“ In Remchingen betragen die Betreuungskosten für Kinder ab drei Jahren monatlich 159 Euro für die Regel- und 400 Euro für die Ganztagesbetreuung, für jüngere Kinder je nach Alter in der Krippe 377 bis 471 und ganztags 518 Euro. Für Geschwisterkinder gibt es Rabatte. Außerdem wünschte sie sich eine Instandsetzung und Neugestaltung des Spielplatzes an der Bergschule, damit möglichst im Frühjahr alle Altersgruppen dort spielen können – möglichst bis zum Frühjahr. Ein Spielplatzkonzept für die ganze Gemeinde sei bereits in Gange, antwortete Wieland – der Zeitraum bis zum Frühjahr sei jedoch zu kurz für eine Neugestaltung. Ein Vater erfuhr vom Amtsleiterin Britta Hoffmann, dass der Kindergarten am neuen Campus nicht weniger, sondern aufgrund seiner Größere flexiblere Schließtage im Jahr hat: „Kinder brauchen auch Urlaub.“
jza

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