Finanz-Zwischenbericht: Remchinger Haushalt verzeichnet leicht geringeres Minus

Mit einem leicht geringeren Minus im Haushalt 2026 rechnet der Remchinger Interims-Kämmerer Thomas Berninger. Der externe Kommunalberater prognostizierte beim Finanzzwischenbericht ein Minus von 3,7 anstatt 3,9 Millionen Euro, insbesondere durch Verbesserungen im Steuerbereich, geringere Personalausgaben und Einsparungen bei der IT. Auch den veranschlagten globale Minderaufwand kann die Gemeinde reduzieren. Mindereinnahmen gab unter anderem im Gebührenbereich der Kinder- und Flüchtlingsbetreuung, was Berninger auf saisonale Schwankungen zurückführt.

Dennoch bleiben die Liquidität und die Wirtschaftslage angespannt: „Wir sind belastet, aber die Situation ist noch gut steuerbar und nicht wirklich als kritisch wie in der Mehrheit der Kommunen zu betrachten“, lautet Berningers Resümee, „Wir haben ein paar Großbaustellen vor der Brust und sollten daher Entscheidungen treffen.“ Dabei erinnerte er an das im Gremium und der Bevölkerung aufrüttelnde Thema, einen Verkauf oder eine Verpachtung der Wohnanlagen in der Darmsbacher und Nöttinger Straße und des Altenpflegeheims in Erwägung zu ziehen: „Die Beschlüsse sollten gefasst werden – egal was rauskommt. Aber das ständige Vor-sich-her-Schieben bringt nichts.“

Als „katastrophal“ bezeichnete Felix Casper (CDU) die aktuelle Finanzsituation: „Wenn wir jetzt nicht reagieren, kommt irgendwann jemand und trifft die Entscheidungen. Wir können nicht in Saus und Braus weiterleben.“ „Sie neigen zum Fatalismus“, entgegnete Berninger und legte dar, dass Unternehmen gewinnmaximiert, die Kommune aber wohlstandsmaximiert handle und es üblich sei, dass sich viele Projekte nicht direkt refinanzieren. Er hielt die zahlreichen Investitionen der vergangenen Jahre dagegen und verdeutlichte, dass Remchingen im Vergleich gut dastehe: „Wir haben hier viele Zahlen, aber man muss wissen, wie man sie interpretiert. Sie haben hier viel richtig gemacht in der Gemeinde.“ „Wir jammern auf hohem Niveau“, bemerkte Wolfgang Oechsle (Bürgerliste) hinsichtlich der aufgebauten Infrastruktur, während Christian Roser (CDU) zur Sparsamkeit mahnte: „Wir leisten uns alles, von oben bis unten. Vielleicht muss man bei manchem doch mal einen Riegel vorschieben.“

jza

Foto: Gemeinde Remchingen
zurück

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Captcha Code Kann das Bild nicht gelesen werden? Klicken Sie hier, um zu aktualisieren

Captcha ist erforderlich!

Code stimmt nicht überein!

Terms is required!

Please accept

* Diese Felder sind erforderlich.