Gemeindehaus wird zur Großküche für Remchinger Vesperkirche

Die Küche ist wieder warm im Wilferdinger Gemeindehaus – die Gottesdienstbesucher begrüßte am Sonntagmorgen der Duft nach Gulasch und selbstgemachten Spätzle, der sich bis über den Kirchhof zog. Nach dem Gottesdienst eröffnete die Remchinger Diakoniestation die Remchinger Vesperkirche – und versorgte alleine an diesem Tag rund 300 Menschen mit einem warmen Mittagessen.

„Ob jung oder älter, mit oder ohne Arbeit, einsam oder kontaktfreudig, alleinstehend oder als Familie – bei uns sind alle herzliche eingeladen“, freute sich der ehrenamtliche Vorsitzende der Diakoniestation Karl-Heinz Stengel über die vierte Auflage der Aktion, „Zu essen, zu trinken und am Tisch in Gemeinschaft zu kommen tut jedem gut.“ Passend dazu blickte Stengel auf den biblischen Wochenspruch aus dem Lukasevangelium: „Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“ „Genießt es und nehmt diese Einladung an – sie ist nicht selbstverständlich“, unterstrich Bürgermeister Julia Wieland als Schirmherrin im gut gefüllten Foyer des Gemeindehauses. Sie griff die im Gottesdienst verdeutlichten Beispiele auf, Demut zu leben, indem man sich selbst hintenanstelle, andere höherstelle und Mut habe zu dienen: „Für über 100 Ehrenamtliche steht das diese Woche ganz weit oben auf der To-Do-Liste.“ Dabei dankte sie auch dem Team der Diakoniestation, der evangelischen Kirchengemeinde Remchingen und insbesondere Monika und Matze Burger.

Einmal mehr hat das Ehepaar aus Wilferdingen eine Woche Urlaub genommen, um mit dem Helferteam Tag für Tag das Essen zuzubereiten – frisch gekocht und mit regionalen Zutaten. Neben Pute, Rind, Roulade und Fisch sowie entsprechenden vegetarischen Alternativen stehen auch heimische Linsen auf dem Speiseplan, bevor es an die von zahlreichen Remchingern selbstgebackenen Kuchen geht. „Das machen wir gerne und hören es auch nicht auf, solange wir können“, erklärte Burger seine Motivation, „Bei vielen wird das Geld immer knapper, das Miteinander in der Gesellschaft schwindet. Uns geht es gut, also können wir auch etwas abgeben.“ In vielfältiger Weise bekämen die Ehrenamtlichen den Dank zurück, freute sich Monika Burger über die strahlenden Gesichter der ersten Besucher. Während die kommenden Tage auch einzelne politische Vertreter die Aktion tatkräftig unterstützen, hat sich für Montag die Führungsriege des Landratsamts um Sozialdezernentin Katja Kreeb zum Helfen angekündigt. Neben einer Spende der Volksbank pur in Höhe von 2.500 Euro unterstützt die Hilfsaktion der Pforzheimer Zeitung „Menschen in Not“ die Remchinger Vesperkirche mit 5.000 Euro.

Noch bis Samstag, 31. Januar, lädt täglich von 11.30 bis 14 Uhr die Remchinger Vesperkirche alle Gäste aus Remchingen und der Region ins evangelische Gemeindehaus am Kutscherweg in Wilferdingen ein. Neben einem warmen Mittagessen gibt es kostenlos Getränke, Kaffee und Kuchen sowie einen geistlichen Impuls. Interessierte Spender können sich an die Diakoniestation Remchingen, Telefon 07232/3693-0 oder per E-Mail an vesperkirche@diakonie-remchingen.de wenden.

jza

Zur Eröffnung der ersten Remchinger Vesperkirche dankte Bürgermeisterin Julia Wieland (Mitte) als Schirmherrin dem Helferteam um die beiden ehrenamtlichen Küchenchefs Monika und Matze Burger (an den Behältern). Foto: Zachmann
Zur Eröffnung der ersten Remchinger Vesperkirche dankten Bürgermeisterin Julia Wieland und der Vorsitzende der Remchinger Diakoniestation Karl-Heinz Stengel (beide links) dem großen Team an Ehrenamtlichen. Foto: Zachmann
Zur Eröffnung der ersten Remchinger Vesperkirche dankten Bürgermeisterin Julia Wieland (von links) und der Vorsitzende der Remchinger Diakoniestation Karl-Heinz Stengel dem großen Team an Ehrenamtlichen. Foto: Zachmann
Die ersten Essen der diesjährigen Remchinger Vesperkirche schöpften Jasmin und Raphael Marušić. Foto: Zachmann
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