Gemeinsames Vorgehen gegen die Asiatische Hornisse

Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Straubenhardt, Birkenfeld, Keltern, Remchingen sowie der Stadt Neuenbürg kamen gemeinsam mit dem Bezirksimkerverein und Fachleuten zusammen, um sich über den aktuellen Stand und mögliche Maßnahmen auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Frage nach der Rolle der Kommunen sowie konkrete Unterstützungsansätze. Diskutiert wurden unter anderem verbesserte Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger, die Bereitstellung von technischer Ausrüstung sowie eine engere Zusammenarbeit mit Imkern und Fachstellen. Einigkeit bestand darin, die interkommunale Zusammenarbeit weiter auszubauen. Geplant sei unter anderem, gemeinsame Kommunikationsstrukturen zu schaffen und punktuell Schutzausrüstung bereitzustellen. Ziel ist es, frühzeitig auf Vorkommen reagieren zu können und die Bevölkerung besser zu sensibilisieren.

Fazit des ersten Treffens: Die beteiligten Kommunen signalisierten eine große Bereitschaft, das Thema gemeinsam anzugehen und weitere Schritte in enger Abstimmung zu prüfen.

Zur Asiatischen Hornisse:
Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die sich zunehmend ausbreitet und insbesondere für die Imkerei sowie die heimische Biodiversität eine Herausforderung darstellt. Sie jagt vor allem Honigbienen und kann so Bienenvölker erheblich schwächen. In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der nachgewiesenen Nester in den vergangenen Jahren deutlich erhöht – von 75 Nachweisen im Jahr 2022 auf 608 Nester im Jahr 2023 und 1.446 Nester im Jahr 2024. Ein Nest kann im Jahresverlauf mehrere tausend Tiere hervorbringen; große Nester umfassen bis zu 13.000 Individuen. Wichtig ist daher vor allem die frühzeitige Meldung von Sichtungen, um eine gezielte Nachverfolgung zu ermöglichen.

Sichtungen von Einzeltieren und insbesondere Nester sollen weiterhin ausschließlich über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt gemeldet werden. Dies kann über die Homepage der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) erfolgen (siehe nebenstehender QR-Code). Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim prüft die eingehenden Meldungen und gibt bei Nestfunden den Meldenden weitere Instruktionen und unterstützt bei der Vermittlung von sachkundigen Personen für die Nestentfernung.

Für die Beseitigung von Primärnestern im Frühjahr hat das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Finanzmittel zur Verfügung gestellt, welche durch den Landesverband Badischer Imker e.V. verwaltet werden. So können pro Entfernung eines Primärnestes durch eine sachkundige Person 60 Euro auf Nachweis ausgezahlt werden. Nester mit Arbeiterinnen sollten ausschließlich von sachkundigen Personen mit Schutzausrüstung entfernt werden, da eine Stichgefahr droht! Weitere Informationen zur Asiatischen Hornisse und wie sich die Art von heimischen Insekten unterscheiden lässt, finden sich auf der Homepage der LUBW https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse sowie mit weiteren Details zu Nestern und der Nestentfernung auf der Homepage der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim unter https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/vespavelutina.

Quelle: Die Informationen und das Foto sind den Gemeindenachrichten Nr. 13/2026 entnommen. 

 

Von links Bianca Duventäster vom Landesverband Badischer Imker, Ordnungsamtsleiter Udo Stöckle, Bürgermeister Steffen Bochinger (Keltern), Ordnungsamtsleiterin Ulrike Weißert (Birkenfeld), Förster Michael Gues, Vorstand Bezirksimkerverein Györfi, Bürgermeister Fabian Bader (Neuenbürg), Bürgermeister Helge Viehweg, Denis Kraft
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