Meldungen aus dem Gemeinderat
Doch kein Umbau für Remchinger Heim notwendig?
Martin Rothweiler (Freie Wählervereinigung) bemerkte bei der Remchinger Ratssitzung, dass die Einzelzimmerregelung für das Remchinger Altenpflegeheim wegfallen werde. Unter anderem der von ihm nicht direkt genannte neue baden-württembergische Koalitionsvertrag will für die vor 2009 gebauten Einrichtungen einen Bestandsschutz vorsehen und weitere Erleichterungen prüfen.
Wenn das Heim keine Doppel- zu Einzelzimmer umbauen müsse und die Bettenzahl halten könne, könne man es auch wirtschaftlich betreiben und spare sich einen millionenschweren Umbau, folgerte Rothweiler. Außerdem habe der Verein Diakonische Altenhilfe Remchingen angeboten, die Kosten für die Küchensanierung zu übernehmen: „Damit können wir die Diskussionen um eine andere Trägerschaft oder einen Verkauf ad acta legen.“ Wie berichtet kochen diese Diskussionen in den vergangenen Wochen immer wieder auf, ohne dass der Gemeinderat öffentlich darüber beraten hatte. Bauamtsleiter Markus Becker verwies darauf, dass es zwar jüngst Gespräche mit der Heimaufsicht über die Zimmerregelung gegeben habe, aber noch nichts schriftlich und offiziell sei. Christian Roser (CDU) erklärte, dass eine Entscheidung nicht vorschnell getroffen werden könne: „Den Punkt nehmen wir auf die Tagesordnung, wenn es soweit ist.“
Sein Fraktionskollege Alexander Schwenk erfuhr von Becker, dass die Reparatur der losen Pflastersteine um den Wilferdinger Wetteplatz mit einem vorgezogenen Glasfaserausbau in diesem Bereich kombiniert werden soll. Derzeit warte die Gemeinde auf ein Angebot. Auf Nachfrage von Ute Praefcke (Bürgerliste) erklärte Becker, dass die Sanierung der Turnhalle und des Hallenbads in Singen im Zeitplan seien – diese Woche werde das Becken auf Dichtigkeit geprüft. Die Wiedereröffnung ist in diesem Jahr geplant.
Einstimmig genehmigte der Rat zudem ein neues mit den Schulen abgestimmtes Konzept zur Schulkindbetreuung. Dieses berücksichtigt die Qualitätsanforderungen des baden-württembergischen Leitbilds zur ganztägigen Bildung und Betreuung – etwa durch regelmäßige Fortbildungsangebote für die kommunalen Betreuungskräfte.
Remchinger Forst zieht positive Bilanz
Positive Zahlen aus dem Remchinger Forst brachte Försterin Sarah Zwerenz zur Remchinger Ratssitzung: Das Forstjahr 2025 schloss mit einem positiven Ergebnis von 122.000 Euro ab, was insbesondere an sehr guten Holzpreisen, einem Förderprogramm und Verrechnungen aus dem Vorjahr lag. Zu den größten Anschaffungen gehörte die Pflanzung von etwa 3.000 Bäumen samt Waldschutz. Außerdem hat die Gemeinde mittlerweile Motorsägen beschafft – bisher hatten die Forstarbeiter diese gegen eine Entschädigung mitgebracht. Künftig sei noch ein Frontlader für den Schlepper wünschenswert, erfuhr Andreas Beier (SPD) auf Nachfrage.
FCN-Zuschuss ohne weitere Diskussion beschlossen
Was bei der Remchinger Ratssitzung im April zu einer heftigen Auseinandersetzung geführt hat und die Bürgermeisterin sogar ein Hausverbot erwägen ließ, ging nun flugs über die Bühne: Der Rat genehmigte dem FC Nöttingen einen Zuschuss zur Erneuerung des Kunstrasens in Höhe von rund 75.000 Euro. Dies beträgt 20 Prozent der Investitionssumme. Raphael Blattner (CDU) enthielt sich.
Der Verein hatte seither nochmal eine Handvoll Mitglieder akquirieren können und kann nun mit exakt 50,63 Prozent Remchinger Mitgliedern die Voraussetzungen der Vereinsförderrichtlinien erfüllen – anders als noch im April. Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel (CDU), der die Sitzung leitete, verwies darauf, dass das Gremium seit langem die Richtlinien überarbeiten wolle. Dabei bemerkte Klaus Fingerhut (Grüne), dass sich inhaltlich wenig ändern werde sondern insbesondere was die Form und Aufbereitung der Anträge betreffe. Außerdem genehmigte der Rat einstimmig einen Zuschuss für den FC Germania Singen zur Sanierung der Kabinen und Duschen über 17.000 Euro sowie zur WC-Sanierung und Anschaffung eines Toilettenwagens über 11.000 Euro.
Mauersanierung in Nöttingen soll in Kürze starten
Mitte oder Ende Juni soll die aufwändige Sanierung der Stützmauer des Nöttinger Friedhofs beginnen. Darüber informierte Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel (CDU) bei der jüngsten Remchinger Ratssitzung. Wie berichtet gehört die Mauer dem Land und der Gemeinde gemeinsam, das Gremium hatte im September beschlossen, dass die Gemeinde rund ein Drittel der Gesamtkosten von knapp 460.000 Euro tragen wird. Die Arbeiten gehen mit einer abschnittsweisen einseitigen Straßensperrung einher.
Ebel verlas außerdem eine Mitteilung des Kommunalberaters und Remchinger Interims-Kämmerers Thomas Berninger, wonach dieser aufgrund der regionalisierten Steuerschätzung für Baden-Württemberg im Haushalt 2026 mit Mindereinnahmen im Steuerbereich von rund 123.000 Euro rechnet. Nähere Informationen wolle Berninger demnächst beim Finanzzwischenbericht geben.

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