Museale Arbeit des Remchinger Heimatvereins nimmt wieder Fahrt auf
Die museale Arbeit des Remchinger Heimatvereins nimmt wieder richtig Fahrt auf: Nachdem die Mitglieder wie berichtet im Februar Sabine Stalf und Dirk Vogeley nach dem Rücktritt von Jeff Klotz zu neuen Museumsleitern gewählt hatten, eröffnete am Wochenende wieder eine Sonderausstellung in den Räumlichkeiten am Fuße des Wilferdinger Niemandsbergs.
Die vom Kreisarchiv des Enzkreises konzipierte Wanderausstellung „Sterben und Leben. Der Dreißigjährige Krieg zwischen Oberrhein, Schwarzwald und Kraichgau“ richtet seit drei Jahren den Blick auf das Leben der Menschen in der Region zwischen 1618 und 1648. „Dabei geht es nicht um die Truppendurchzüge, die für die Zerstörung vieler unserer Dörfer verantwortlich waren, sondern vielmehr um die Menschen und das, was sie erdulden mussten“, verdeutlichte Stalf bei der Eröffnung, „Wenn man sich die Folgen der Coronapandemie und die aktuelle weltpolitische Lage anschaut, tun sich leider ganz viele Parallelen auf.“
Zwischen die Schautafeln und Audiostationen mit verlesenen Zeitzeugenberichten, die das Kreisarchiv im Rahmen eines Forschungsprojekts erarbeitet hatte, haben die Ehrenamtlichen in Remchingen Exponate wie Waffen und Münzen aus dieser Zeit die Schaukästen gebracht und zeigen vom Stadttheater nachgebildete Kleidungsstücke. „Es ist ganz toll, mit wie viel Liebe zum Detail ihr die Wanderausstellung ergänzt habt“, lobte Bürgermeisterin Julia Wieland als Vorsitzende des Heimatvereins die Initiative um insbesondere ihren Vize Edgar Kunzmann, die beiden Museumsleiter, Helene Schwarz, Monika und Peter Foemer sowie Christa Kröner-Kußmaul.
Derweil feilen die Ehrenamtlichen an der nächsten eigenen Ausstellung, die sich ab Herbst dem badischen Revolutionär Carl Dittler widmen soll. Der frühere Wilferdinger Rösslewirt, dessen Namen die örtliche Realschule, trägt floh nach dem Scheitern der 1848/49er-Revolution als verurteilter Demokrat nach Nordamerika.
Die Sonderausstellung zum Dreißigjährigen Krieg ist bis 7. Juni jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr samt Cafébetrieb zu sehen. Am Dienstag, 24. März, um 19 Uhr gibt Kreisarchivar Konstantin Huber vor Ort eine Einführung.
jza



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