Remchingen beschafft digitale Wasserzähler
Einstimmig beschloss der Remchinger Gemeinderat die Beschaffung von digitalen Wasserzählern und eines dafür benötigten LoRaWAN-Funknetzwerks über die Netze BW. Diese sollen in den kommenden sechs Jahren schrittweise an allen rund 3.600 Stellen verbaut werden. Zuvor hatten mehrere anwesende Bürger nachgefragt, welche Auswirkungen die Zählerwechsel auf den Wasserpreis hätten.
Bauamtsleiter Markus Becker informierte daraufhin, dass die einzelnen Zähler zwar teurer, aber eine Eichverlängerung auf zwölf Jahre möglich sei. Neben dem Wegfall des manuellen Ablesens durch die Bürger – bis auf nicht genügend vom Funknetz abgedeckte Ausnahmen – habe die Gemeinde weniger Aufwand beim Auswerten und könne vor allem Leckagen schnell erkennen. Prinzipiell könne die Gemeinde dann auch die Bürger über mögliche Leitungsschäden in ihren Häusern informieren: „Jeder Wasserrohrbuch, den wir fünf Stunden früher erkennen, spart eine Menge Geld.“
Mit 20 Ja-Stimmen und zwei Ablehnungen stimmte der Gemeinderat außerdem einer neuen Geschäftsordnung zu, die künftig der Verwaltung den Einsatz einer KI-gestützten Protokollierung erlaubt. Das System, das die Gemeinde jährlich rund 1.100 Euro kostet, spare rund 50 Arbeitsstunden pro Jahr ein. Bei der Protokollierung von Bürgerfragen darf jeder selbst entscheiden, ob KI zum Einsatz kommen darf.
jza

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