Remchingen räumt auf für eine sauberere Umwelt

Mit Greifzangen, Handschuhen und Mülltüten machten sich am Samstag fast zwei Dutzend Ehrenamtliche auf den Weg durch die Remchinger Ortsteile, um Hinterlassenschaften und Unrat an viel frequentierten Straßen, Wegen und Plätzen zu sammeln. Mittendrin: Bürgermeisterin Julia Wieland, die morgens in Arbeitskleidung mit anpackte und sich dann selbst hinter Steuer des Bauhof-Transporters setzte, um tütenweise Müll zum Sammelplatz zu bringen. Die Idee zur Aktion hatte Schülerin Leni Marie Schäfer, die bereits im Wahlkampf auf Wieland zukam und sich freut, dass ihre Idee nun schon zum zweiten Mal Gehör findet. Die mittlerweile Zehnjährige packte natürlich selbst mit an: „Ich kann es nicht verstehen, wie andere Mitschüler regelmäßig Müll oder Dosen wegwerfen, für die man sogar noch Pfand bekommen würde.“

„Es ist einfach super, wenn man zusammenhilft und klasse, dass ihr mit anpackt“, lobte die Bürgermeisterin bei der Begrüßung. Dass sich bei der zweiten XL-Müllsammelaktion der Gemeinde deutlich weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr zusammenfanden, als noch 125 Helfer gekommen waren, liege durchaus auch daran, dass viele unterm Jahr selbst Initiative ergreifen: „Remchingen ist in den vergangenen Monaten schon deutlich sauberer geworden.“ Im besten Fall brauche man irgendwann gar niemanden mehr, um dem Müll anderer hinterher zu gehen. 

Dass dies noch nicht ganz der Fall ist, zeigten unachtsam weggeworfene Verpackungen, Zigaretten, Flaschen, Haushaltsgegenstände, aber auch ein Sessel und eine Matratze im Gewerbegebiet. „Wir sind dabei, um die Umwelt ein bisschen besser und Remchingen schöner zu machen. Es ist toll zu sehen, wenn Groß und Klein zusammen helfen“, freute sich Sarah Wagner mit ihren Kindern. „Je früher die Kinder dafür sensibilisiert werden, desto weniger werfen sie später auch weg“, stellte auch Familie Stumper fest. Eine weitere Aktion plant die Gemeinde Anfang Oktober und ruft dann wieder Familien, Einzelpersonen, Vereine und Gruppen zur gemeinsamen Initiative auf.

jza
 

Mit Zangen und Mülltüten machten sich Ehrenamtliche in den Remchinger Ortsteilen auf die Suche nach unachtsamen Hinterlassenschaften. Bürgermeisterin Julia Wieland (rechts) sammelte die Tüten anschließend persönlich ein. Foto: Zachmann
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