Remchingen will Biotopvernetzung Stück für Stück angehen
Zweieinhalb Jahre haben das Fachbüro Bioplan, der Landschaftserhaltungsverband und zahlreiche Gebietskenner aus der Gemeinde einen Biotopverbundplan für Remchingen erstellt. Die Ergebnisse sind nun in einem über 200-seitigen öffentlichen Werk einsehbar. Ziel ist insbesondere der Schutz und die Vernetzung wertvoller Lebensräume im Offenland. „Unsere Planung ist unverbindlich und wird niemandem aufgezwungen“, erklärte Landschaftsökologin Ellen Dürrbaum dem Remchinger Gemeinderat. Zu den Maßnahmen für Ringelnatter, Wendehals, Gelbbauchunke, Feldlerche und Co. zählen beispielsweise eine extensive Bewirtschaftung, aber auch die gezielte Pflege von Bäumen und Naturelementen.
Mit deutlicher Mehrheit beschloss der Gemeinderat als noch in diesem Jahr umzusetzende Maßnahmen das Freistellen eines Teichs im Rannbach sowie die Mahd und Entbuschung eines Seggenrieds im Bereich des Technikhauses der Wasserversorgung am Frauenwaldweg. Mit knapper Mehrheit gab der Rat der Verwaltung den Auftrag, Vorgaben für die Bewirtschaftung verpachteter gemeindeeigener Grundstücke zu verankern.
„Wir beschließen zwei kleine Maßnahmen für wenige tausend Euro und diskutieren später über die Förderung eines Kunstrasens für 70.000 Euro. Das ist mir zu wenig“, erklärte Klaus Fingerhut (Grüne), „Lasst uns mehr aus dem umfassenden Papier machen.“ Bürgermeisterin Julia Wieland (parteilos) erklärte, dass weitere Maßnahmen Stück für Stück folgen sollen und verwies auf die nächsten Haushaltsberatungen.
jza

Kommentare und Antworten