Remchinger Bahnhof soll künftig keine Grenzwabe mehr sein
Einstimmig beschloss der Remchinger Gemeinderat die Kündigung eines Vertrags mit der KVV. Dieser verortete bisher den Bahnhof auf der Grenze einer Tarifwabe, wodurch von dort sowie von Bushaltestellen in der Umgebung ein günstigerer Tarif nach Karlsruhe möglich war, während die Fahrt von der restlichen Gemeinde aus teurer war. Dafür bezahlte die Gemeinde zuletzt 57.000 Euro pro Jahr. Der Beschluss geschehe mit Blick auf die tarifliche Integration des Enzkreises in den KVV, durch den sich ohnehin Rahmenbedingungen ändern, und auf eine angestrebte Vereinheitlichung der Tarife innerhalb der Gemeinde, so die Beschlussvorlage. Viele Nutzer hätten mittlerweile ohnehin Deutschlandtickets. Das eingesparte Geld will die Gemeinde zur weiteren Förderung des On-demand-Verkehrs mit dem bwshuttle nutzen.
Bei der Ratssitzung präsentierten zudem die Stadtwerke Mühlacker ein Beteiligungskonzept, bei dem sich die Gemeinde mit 74,9 Prozent an einer Remchinger Energiegesellschaft mit dem Ziel einer klimaneutralen Gemeinde bis ins Jahr 2045 beteiligen könnte. Wie berichtet hatten zuvor auch die Stadtwerke Pforzheim und die EnCW ihre Konzepte präsentiert. Die Entscheidung, ob und für welches Modell sich Remchingen entscheidet, soll später erfolgen.
jza

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