Remchinger Narren tanzen fröhlich um den lodernden Baum
Die Narretei hat ein Ende, das Remchinger Rathausleben ist wieder in geordneten Bahnen. Doch bevor das Prinzenpaar Elisha I. (Yigit) und Fabian I. (Müller) Bürgermeisterin Julia Wieland im Beisein von Narrenjustiziar Nils Nonnenmacher und „Spaßvögel“-Präsidentin Sarah Sebastian den Rathausschlüssel zurückgab, hatte es einen Ratschlag parat: „Wenn die Tage mal grau sind, dann denkt an uns zwei. Nehmt den Schlüssel mit bedacht und führt das Rathaus mit närrischer Macht.“
Zuvor zogen am Dienstagabend zahlreiche Töpfleshexen und Bäredaifel, Keltereckesel, Pfinztolle, Spaßvögel, Strohhexen, Gardetänzer und Guggenmusiker der Bääreklopfer einen mit Masken bunt geschmückten Narrenbaum durchs Dorf bis zum Narrenplätze am Eingang der Singener Marktstraße. Mit ihren lodernden Fackeln entzündeten sie das Kunstwerk und tanzten um die lodernden Flammen – samt Feuerwerk am Himmel. Dabei stellte Nonnenmacher den Einsatz der Faschingsgruppen für die Demokratie und Vielfalt heraus: „Demokratie ist nicht still, sie ist laut und lebendig“, betonte er mit Blick auf Büttenreden und Motivwagen, die das Salz in der Suppe und nicht immer Zuckerguss seien, „In der fünften Jahreszeit haben wir gefeiert, gelacht und die Welt ein bisschen bunter gemacht.“
Auch das Prinzenpaar blickte auf eine erfolgreiche Kampagne mit Prunksitzungen in der Kulturhalle, dem Kinder- und Seniorenfasching, dem Rathaussturm sowie dem großen Straßenumzug am Samstag mit trotz Nieselregen tausenden Besuchern und einer Rekordanzahl von 75 Gruppen: „Mit Kappen und Tänzen und närrischem Mut brachten wir Freude – und das tut euch allen gut.“ Bevor die beiden zur kommenden Kampagne Kleid und Anzug wieder gegen das Bäredaifel-Kostüm und das zottelige DLRG-Pfinztroll-Häß tauschen, dankten sie dem Remchinger Künstler Sebastian Bauer, ihrer eignen und der CGS-Familie für die Unterstützung des Prinzenpaars während der Kampagne.
jza





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