Remchinger Ostermarkt lockt mit handgemachten Frühlingsboten
Winter ade: Mit einem farbenfroh-vielfältigen Meer an Handgemachtem, Schönem und Nützlichem, mit Dekorationen, Geschenkideen, Süßem und Hochprozentigem haben die Aussteller des Remchinger Ostermarkts am Wochenende dem Frühling in der Kulturhalle Einzug geboten. Knapp 100 Hobby- und Kunsthandwerker aus Remchingen und der weiten Region lockten in der und um die Halle mit ihren liebevoll gestalteten Unikaten.
Das Kulturhallenfoyer zum Blühen brachten Claudia Reiber und Sonja Dörflinger mit allerlei Gestecken aus Kunstblumen. „Die sind pflegeleicht, man braucht sie weder düngen noch gießen“, verdeutlichten die Ausstellerinnen aus Stutensee, „Für uns ist das Nachhaltigkeit – nächstes Jahr kann man die Gestecke einfach wieder hinstellen.“ Seit 25 Jahren kommen die beiden nach Remchingen und loben die Auswahl der Stände: „Hier weiß man, dass kein Ramsch verkauft wird, sondern liebevolle Handarbeit.“
Dass das Kulturhallenteam in den vergangenen Jahren trotz langen Wartelisten und vieler Stammaussteller bewusst immer wieder neuen Ausstellern Platz eingeräumt hat und sie ein kleines Tischchen ergattern konnte, freut Lisa Wenz. Sie entwirft in ihrer Freizeit kunstvolle Karten. Markant sind nicht nur die abgerundeten Ecken, sondern auch die hintersinnigen Sprüche samt passenden Zeichnungen wie „Ein Toast auf dich“, „Bis denne, Henne!“ oder „Ente Gelände“: „Man muss sich abheben von den anderen“, stellt die junge Optikerin aus Remchingen mit Blick fürs Detail fest. Gemeinsam ans Werk gemacht haben sich derweil Bettina und Klaus Lindau aus dem Neckar-Odenwald-Kreis. Die beiden haben ein Händchen für Keramik: Vom kleinen Magneten über den Vogel bis zum schwimmenden Frosch. Vom Gipsmodell übers Keramikbrennen bei über 1200 Grad Celsius bis zum Bemalen ist alles selbstgemacht.
So wie bei Evi Lacher-Jurmeister aus Singen. Der Slogan „Riecht nach Frühling – nicht nach Arbeit“ an ihrem Stand gilt sowohl für ihren eigenen winterlichen Einsatz beim Keramikformen, Kerzenziehen und Seifengießen als auch für die neuen Besitzer, die damit Heim und Garten schmücken können. Neben Kerzenresten verwendet sie Wachs aus Rapsöl: „Das ist nachhaltiger in der Produktion, brennt langsamer und länger, duftet dezent und ist rußarm.“
jza


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