Remchinger Wehr verzeichnet neuen Rekord an Alarmierungen
Auf das einsatzstärkste Jahr in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen blickte Kommandant Florian Becker bei der Hauptversammlung zurück: Zu 105 Einsätzen wurden die 93 Kameraden der beiden Abteilungen – darunter zehn Frauen – gerufen. Dazu zählen 53 und damit immer mehr technische Hilfeleistungen, 20 Überlandhilfen und 19 Brände. Bei einem Brand war auch Bürgermeisterin Julia Wieland dabei und stellte heraus: „Ihr löscht nicht nur und leistet technische Hilfe – ihr helft auch den Menschen und seid für die da, die Schlimmes erlebt haben.“ Sie hatte gute Nachrichten, was den Neubau des Nöttinger Feuerwehrhauses betrifft: Es habe gute Gespräche mit den Architekturbüros gegeben, Ende April erfolge im Gemeinderat die Vergabe an das entsprechende Büro.
Becker unterstrich auch mit Blick auf die Einsatzstatistik und Anfahrtszeiten die Notwendigkeit beider Abteilungen. 75 Einsätze bestritt Nord, 30 Süd alleine, bei 20 waren beide im Einsatz. Das Zusammenspiel zeige sich bei gemeinsamen Übungen und Fortbildungen, wie auch Jugendwartin Stefanie Dörre unterstrich. Für die Jugend galt es etwa, Personen mit Drohnen zu finden oder eine lange Kaba-Spur zu beseitigen.
Entlastung erhoffe sich Becker dringend für die Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts, dessen Aufgabenflut gerade im Bürobereich mehr und mehr wachse – wie berichtet hatte der Gemeinderat eine zusätzliche Stelle im Haushalt abgelehnt, aber Entlastung durch Arbeitsverteilung im Rathaus in Aussicht gestellt. Während die Beschaffung eines Einsatzleitwagens bisher nicht geklappt hat, erwartet die Wehr im dritten Quartal 2027 einen neuen Rüstwagen. Spätestens dann müsse die vom DRK im Wilferdinger Feuerwehrhaus stationierte DRK-Rettungswache einen neuen Platz finden – angedacht ist Wieland zufolge ein Anbau neben dem Feuerwehrhaus durch den DRK-Kreisverband.
Immer wichtiger sei auch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren. „Ihr macht viel über die Gemeindegrenze hinaus“, unterstrich Kreisbrandmeister Carsten Sorg ebenso wie später Michael Gutjahr vom Feuerwehrverband den Remchinger Einsatz. Seit Dezember ist Becker selbst einer der drei stellvertretenden Kreisbrandmeister.
Für 30 Jahre in der Wehr erhielt Roman Roth, für 40 Jahre Markus Wenz eine Jubiläumsgabe der Gemeinde. Das bronzene Feuerwehrehrenzeichen verlieh Sorg an Frieder Augenstein, das silberne an Patrick Milich und Michael Roth, das goldene für 40 Jahre Einsatzdienst an Harald Müller und Dieter Seemann. Eine Beförderung zum Brandmeister erhielt Nils Kirchenbauer, der neu gewählter Abteilungsleiter Nord (Wilferdingen/Singen) in der Nachfolge von Stephan Vollmer ist – sobald der Gemeinderat im April der Wahl zustimmt. Neu in der Wehr begrüßten die Kameraden Anne Ebel, Paula Bräuner, Ilona Szabó, Cederic Dietz, Lionel Di Piazza, Dr. Christian Roser und Nicola Stieler.
jza





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