Zwei Tage ausgelassene Stimmung bei Remchinger Bierkultur
Ein Hoch auf den Gerstensaft in zahlreichen Variationen: Gleich sieben kleinere und mittelständige Brauereien versammelten sich am Wochenende an der Neuen Ortsmitte zwischen Kulturhalle und Rathaus zur fünften Remchinger Bierkultur. So unterschiedlich ihre Biervariationen sind, so sehr eint sie der Bezug zur Region und die Leidenschaft am Brauen. Die Mischung aus frisch gezapftem Bier, leckeren Schmankerln von Foodtrucks und ebenso handgemachter Musik kam bestens an bei den Besuchern, die rege auf den Festplatz strömten.
„Wir haben richtiges Festwetter und eine ausgezeichnete Stimmung hier“, freute sich Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel. Ein wenig nass wurde er lediglich beim Anzapfen des von Hoepfner gespendeten Eröffnungsfasses – doch dank der Unterstützung der umstehenden Braumeister und Kulturhallenleiterin Jeannine Pfrommer waren die Gläser im Nu gefüllt. „Das beste Bier ist das Freibier“, scherzte wenig später Besucher Martin Granget, während Karl-Heinz Plangl die Frage nach dem besten Bier durch Durchprobieren beantwortete, was sich als kleine Herausforderung darstellte: „Wir beschränken uns zumindest mal auf die Anzahl der Brauereien und auf die kleineren, ansonsten müssen wir morgen nochmal kommen.“
Das Miteinander schätzten auch die Braumeister selbst: „Wir kleineren Brauer sind wir eine große Familie“, freute sich Michael Gamer vom Stutenseer Gamerbräu, während Simon Zink vom Waldbronner Lindenbräu die tolle Organisation lobte: „Hier ist ein schönes Eckchen, wo das Feiern Spaß macht!“ Trotz deutschlandweit zurückgehendem Bierkonsum erfreuen sich gerade die kleineren Brauereien wachsender Beliebtheit, stellte Walter Schmidt vom Straubenhardter Häselbräu fest: „Feste und unfiltriertes Bier geht immer!“ Während der Trend immer mehr hin zum Hellen gehe, das das Weißbier abgelöst habe, hatten die Brauereien eine besondere Vielfalt vom Roten Baron bis hin zum Zwickl mit dabei. Zu ihnen gehörten auch die Hamberger Brauwerkstatt, Adlerbräu aus Wiernsheim, Hoepfner aus Karlsruhe und Alpirsbacher Klosterbräu mit Wurzeln in Pforzheim.
Für die passende musikalische Unterhaltung sorgte der Remchinger Musikverein dirigiert vom Vorsitzenden Bastian Fuchs zum Fassanstich, während anschließend die regional bekannte und trotz Abschiedsplänen unermüdliche Band Cover Up für jede Menge Stimmung sorgte. Am Samstag brachten Mocca 4 Pop, Rock und Swing auf die Bühne inmitten des Festplatzes, bevor MadHouse auf dem Karlsruher Raum in die Nacht begleitete, in der keiner auf dem Trockenen sitzen blieb.
jza



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